Die Dame im Tourismusbüro hatte den Höhenweg von der Haideralm zur Schöneben Hütte wärmstens empfohlen. Immer auf der gleichen Höhe, in etwa drei Stunden einfach zu gehen. Nur am Beginn und am Ende ginge es mal etwas rauf und wieder runter, vielleicht so 200 Höhenmeter. Der Weg biete eine prächtige Aussicht auf die umliegende Bergwelt und insbesondere in das Ortlermassiv. Das Wetter passt, also gehen wir nicht gerade im Frühtau, aber doch zeitig los. Nur der Blick auf die Wanderkarte hätte uns eigentlich stutzig machen müssen, denn da war der wunderschöne Panoramaweg gestrichelt eingezeichnet. Aber hinterher ist am immer schlauer.
Der Beginn der Tour testet unsere Flexibilität. Wir parken am Haiderlift, von dort gibt es eine direkte Busverbindung zum Schönebenlift, mit dem wir zur Schöneben Hütte hochfahren können. Dann den Panoramaweg und von der Haideralm wieder hinunter direkt zum Auto. Da stehen wir also am der Talstation an einem blauen Busschild. In der App steht als Haltestelle eben diese Talstation verzeichnet. Aber der Bus kommt nicht. An der Liftstation erfahren wir, dass die Haltestelle an der Hauptstraße liegt, bei der Feuerwehr. Warum dann in der App Talstation steht, konnte und wollte der etwas wortkarge Liftangestellte nicht sagen. Also drehen wir das Ganze um, fahren von hier aus hoch und hoffen, auf dem Rückweg an der Schönebentalstation einen Bus zu unserem Auto zu erwischen.
Den Anstieg am Beginn der Tour hatten wir uns weniger holprig vorgestellt, etwas blauäugig, wenn man im Hochgebirge unterwegs ist. Aber gut, die Höhe hatten wir dann nach einer schweißtreibenden Stunde und jetzt nur noch Genußwandern, dachte ich. Dass der Weg auf der Höhe bleibt, stimmt ja, aber dass es immer nur wenige Meter Geradeaus geht und dann immer wieder kurze, felsige Anstiege und Abstiege auf schmalem Pfad zurückzulegen sind, hatte ich mir so nicht vorgestellt. Wenn man fünfzehnmal so ein „Hindernis“ nehmen muss, sind das auch 150 Höhenmeter.
Wir brauchen viel Zeit, ich muß jeden Schatten nutzen um mich auszuruhen, aber nach gut vier Stunden sind wir am Ziel. Glücklich, den Weg geschafft zu haben, pausieren wir auf der Schöneben Hütte, die leider Mittelpunkt eines Skigebietes und derzeit auch Großbaustelle ist. Die bauen tatsächlich noch einen neuen Lift vom Tal hier hoch. Also keine Hüttenromantik, aber egal. Dafür klappt die Rückfahrt reibungslos, der Bus fährt direkt an der Talstation ab und in St. Valentin steigen wir am Feuerwehrhaus aus. Meine Frage an den Busfahrer, ob er an der Liftstation halte, wie es in der App steht, beantwortete dieser mit einem klaren „Ja“.











































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































