Archiv der Kategorie: Lanzarote – eine Insel im Wind

Insel im Wind

Dies ist eine Warnung: wer Wind hasst oder permanent Angst um seine Frisur hat, sollte nicht nach Lanzarote fahren. Auch nicht nach Fuerteventura. Diese beiden Inseln liegen am weitesten östlich von allen Kanarischen Inseln und kriegen den Nordost-Passatwind ungebremst ab. Es gibt keine nennenswerten Gebirgszüge, die den Wind aufhalten und somit ist ein Orkan hier keine Seltenheit. Die Surfer freut´s, aber wir kämpfen schon seit gestern gegen den unablässig stürmenden Wind der Stärke 12 bis 13, der gefühlt immer von vorne kommt, egal, wohin man geht. Heute auf unserer Sonnenterrasse sind wir irgendwann nach drinnen gegangen, weil die Palmen ohrenbetäubende Geräusche von sich gaben, ähnlich wie direkt an der Brandung. Palmenrascheln statt Wellenrauschen.

Natürlich lassen wir uns nicht von unserem Tagesprogramm abhalten, wir umrunden zwei Vulkane, es ist ja sonnig und warm, auch wenn man beinahe wegfliegt. Wir bekommen noch einmal einen eindrucksvollen Einblick in die vulkangeprägte Landschaft Lanzarotes.

Diese Farben begeistern immer wieder! Nicht alle Vulkane haben so eine schöne Färbung, aber jetzt versteht man, dass sie im Volksmund „Feuerberge“ genannt werden. Der zweite Vulkan, den wir heute umrunden, hat die Besonderheit, dass man in die Caldera hinabsteigen kann

Ich stelle mir die ganze Zeit vor, wie es hier vor 200 Jahren gewesen wäre. Sehr heiß auf jeden Fall, hier öffnete sich die Erde, schleuderte flüssiges Magma nach oben und veränderte die Insel Lanzarote für immer. Langsam entsteht Vegetation, vielleicht wächst hier in 200 Jahren ein Wald?

Hier erkennt man die Caldera ganz gut aus der Entfernung.

Nachzutragen von gestern wäre noch diese leuchtend grüne Lagune. Sie ist aus einer Caldera entstanden, die sich an der Küste gebildet hatte, zur Hälfte eingestürzt ist und überspült wurde.

Hier wird schon seit Jahrhunderten Salz aus Meerwasser gewonnen. Früher arbeiteten hier 100 Salinenarbeiter, denn Salz wurde tonnenweise von den Fischern benötigt, die den frischen Fisch mit Salz haltbar machten. Heute wird nur noch ein Bruchteil gewonnen, aber die Touristen freuen sich über Fleur de sel als passendes Mitbringsel für Gourmets.

Leider ist unser Urlaub morgen zu Ende, wir fliegen zurück in den Regenwinter und behalten vor allem das Licht in Erinnerung, zweimal hat es nachts ein wenig geregnet und an zwei, drei Tagen waren mal mehr Wolken als Sonne da, aber der Rest war blauer Himmel, immer über 20 Grad. Das muss jetzt eine Weile reichen. Schön, dass ihr wieder dabei wart, danke für eure Kommentare und bye, bye! Nach der Reise ist vor der Reise, lasst euch überraschen.

Die Weinbergwanderung

Weinanbau ist ein großes Thema auf Lanzarote, der vulkanische Boden ist reich an Mineralstoffen und die Sonne sorgt für die nötige Süße der Trauben. Allerdings ist der Anbau ungleich schwerer, als wir es von den heimischen Weinbergen kennen. Vor allem der fehlende Regen erfordert viel Wissen um die Bedürfnisse der Pflanzen, um sie trotzdem anbauen zu können. Künstliche Bewässerung ist kein großes Thema, denn es gibt ohnehin kaum Trinkwasser auf Lanzarote. Ein natürliches Vorkommen gibt es noch im Norden der Insel, ein unterirdischer See, der aber schon stark zurückgegangen ist. Der hohe Wasserverbrauch auf der Insel, natürlich vor allem in den touristischen Zentren, wird heute durch eine Meerwasserentsalzungsanlage gedeckt. Doch die ist natürlich energieintensiv.

Aber die Weinbauern haben ihre Anbaumethoden den Gegebenheiten angepasst. Sie pflanzen ihre Rebstöcke in kreisrunde Mulden, die Pflanzen wurzeln in 60 cm Tiefe im fruchtbaren Mutterboden. Um die Mulden herum werden meist halbkreisförmige Mäuerchen aus Lavagestein errichtet, um die Pflanzen gegen den permanenten Wind vor Austrocknung zu schützen. Die Mulden haben den Vorteil, dass sich Feuchtigkeit, wie der morgendliche Tau, am Rebstock sammeln kann. Diese Anbaumethode prägt das Landschaftsbild der zentralen Hochebene von Lanzarote und entlang der sie durchquerenden Landstraße gibt es zahlreiche Bodegas. In erster Linie wird Weißwein angebaut, wir haben am liebsten den trockenen Malvasier getrunken. Übrigens kann man nicht gerade von Schnäppchen sprechen, wenn man in einer Bodega Wein kaufen möchte. Unter 18 Euro die Flasche haben wir keinen Wein gesehen. Wenn man natürlich bedenkt, dass die Winzer alles in Handarbeit machen müssen, haben sie wahrscheinlich Recht, wenn sie sich ihre Mühen versilbern lassen. Allein wenn ich bedenke, dass sie sich immer sehr tief bücken müssen, bei der Pflege wie bei der Ernte, bekomme ich schon Rückenschmerzen.

Mein Knie heilt gut und eine kleine Wanderung auf ebenen Lavawegen ist genau das Richtige. Hier läuft man wie auf einem dicken Teppich, denn die Lava ist hier fein gemahlen wie Split, den wir vom Straßenbau kennen.

Typisches Landschaftsbild der zentralen Ebene auf Lanzarote.

Unsere Finca liegt inmitten des Weinanbaugebietes La Geria.

Der älteste Weinanbaubetrieb geht zurück auf das Jahr 1775. Den Hahn hat übrigens, na wer wohl, entworfen? Natürlich, César Manrique.

Es gibt neuerdings auch diese Variante, Mauern zu bauen, längst nicht so schön wie die runden Mulden, wie ich finde.

Die Rebstöcke fangen gerade erst an, auszuschlagen, manche liegen noch in ihrem Winterschlaf.

Für manche hat es auch etwas meditatives, wahrscheinlich muss man nur lange genug hinschauen…

Da gucke ich mir lieber die Blümchen am Wegesrand an.

Auf den Spuren von César Manrique

Das Wetter hat sich grundlegend geändert, der Wind hat auf Osten umgeschaltet und somit weht uns die warme Luft aus Afrika um die Nasen. Das Thermometer erreicht heute 28 Grad, was an sich sehr schön ist, wir können jetzt am Abend draußen sitzen, die Sonne ist schon längst untergegangen. Der Wermutstropfen ist, dass mit der Wärme auch immer etwas Sand vom schwarzen Kontinent herüberweht , also ist es so diesig, dass Landschaftsaufnahmen heute keinen Sinn machen. Übrigens nennt man diese Wetterlage Kalima. Das passiert jetzt immer häufiger, so alle vier bis sechs Wochen und dauert einige Tage.

Mein Knie bedarf noch etwas Schonung, deshalb haben wir heute zwei Manrique Museen besucht. Eigentlich handelt es sich in beiden Fällen um Wohnhäuser, die er für sich selbst gestaltet hat. Das erste Gebäude hat er schon bald zum Sitz seiner Stiftung gemacht, nachdem er sich 1986 weiter abseits in den Bergen einen ländlichen Wohnsitz erschaffen hat. Leider konnte er sein letztes Haus nur wenige Jahre bewohnen, denn 1992 erlag er seinen Verletzungen infolge eines Autounfalles.

Wir beginnen am letzten Haus, das er bis zum Schluß bewohnt hat. Auf den Grundmauern eines traditionellen Bauernhauses erbaute er seinen Wohnsitz unter Verwendung möglichst natürlicher Materialien.

Der Eingang zum letzten Wohnhaus in Haría. Er hatte das Grundstück mit einem Bestand an alten Palmen schon viele Jahre zuvor gekauft und Ende der 1980er Jahre nach seinem Geschmack ausgebaut.

Am Eingang steht dieser Seat, ihn hatte Manrique anlässlich eines Autosalons in Barcelona bemalt und durfte ihn anschließend behalten. Tatsächlich fahren derzeit noch ein paar Autos mit dieser Bemalung für eine Autovermietung über die Insel.

Das Wohnzimmer mit anschließendem großzügigen Essbereich.

Manrique lässt sich nicht einfach einer bestimmten Kunstrichtung zuordnen. Er verstand sich als Gestalter von Natur und Umwelt, dazu gehörten neben der Architektur auch Malerei und gestaltende Kunst. Hier sind allerdings einheimische Töpferarbeiten zu sehen.

In einem Nebengebäude hatte Manrique die Werkstatt untergebracht. Hier wurde nach seinem Tode nichts verändert, das begonnene Gemälde steht noch so auf der Staffelei, wie der Künstler es verlassen hatte. Hinten rechts ein vergrößertes Foto von ihm.

Den Eingang zu seinem ehemaligen Wohnhaus in der Nähe von Arrecife ziert eines seiner Windspiele, die sich auch an markanten Punkten der Insel finden. Noch zu Lebzeiten hatte Manrique hier seine Stiftung untergebracht und die Wohnräume zum Museum umgestaltet.

Dieses Gebäude errichtete Manrique in einem Lavafeld. Er entdeckte darin einen Feigenbaum, der in einem Lavaschacht bis an den Rand nach oben gewachsen war. Dies inspirierte ihn dazu, sein Gebäude nicht nur ebenerdig zu bauen, sondern auch Hohlräume im Untergrund zugänglich zu machen und als Wohnraum nutzbar zu machen. Ein Pool musste immer dabei sein, das Element Wasser durfte nie fehlen.

Solche Gänge verbinden die einzelnen Wohnbereiche, man könnte sie auch Höhlen nennen. Das ist aber auf keinem Fall despektierlich gemeint.

Auch hier wächst ein Baum nach oben zum Sonnenlicht.

Zum Abschluss noch drei Keramiken des Künstlers.

Scharfkantige Küstenwanderung

Eine abwechslungsreiche Küstenwanderung gibt es an der Westküste und die führt ein Stück durch den ansonsten nicht zugänglichen Nationalpark Timanfaya. Man läuft mitten durch das Lavafeld, das beim letzten Ausbruch vor 200 Jahren entstanden ist. Richtig dramatisch ist die Steilküste, die heftig umtost wird von ungebremsten Atlantikwellen. Ausgangsort der Wanderung ist El Golfo, ein kleiner Küstenort, keine Hotels aber etliche Fischrestaurants, direkt am Meer gelegen. Da dachte ich zum ersten Mal an die Fischplatte, die ich nach der Wanderung essen würde. Man braucht ja ein Ziel nach all´ der Mühe. Und wenn man dann so vor sich hinwandert, geht sie einfach nicht mehr aus dem Sinn.

Gewöhnungsbedürftig ist die erkaltete Lava ringsum, aber wenn der Weg nah an der Küste entlangführt, wird es dramatisch.

Tief unten liegt eine feinsandige Badebucht, mit schwarzem Lavasand.

Wir gehen jetzt ein Stück durch den Nationalpark, die Vulkanberge leuchten in rot und schwarz.

Kaum sind 200 Jahre rum, kehrt langsam die Vegetation zurück, sehr langsam, nur an geschützten Hängen entwickeln sich die ersten Büsche. Aber die Fischplatte geht mir nicht aus dem Sinn.

Der Weg ist anspruchsvoll zu gehen, manche Abschnitte sind steil und die losen Lavabrocken machen das Gehen mühsam. Man sollte sich auch konzentrieren, aber wenn die Gedanken immer wieder zur Fischplatte schweifen, …..

… bleibt man mit einem Fuß hängen und der scharfkantige Lavastein verzeiht nichts. Wir hatten Verbandszeug dabei, aber um die Hose ist es schade. Zur Belohnung gab´s die Fischplatte, aber dann zum Arzt. Musste nicht genäht werden.

Ein Künstler gestaltet seine Insel

Er hat auf der ganzen Insel seine Spuren hinterlassen – César Manrique, Jahrgang 1919. Als Kunststudent ging er einst nach Madrid und bekam später ein Stipendium nach New York. Er war beeinflusst von Zeitgenossen wie Picasso und Matisse. Neben der Kunst galt sein Interesse der Architektur, er vertrat mehrfach sein Land Spanien auf der Biennale von Venedig.

Ende der 1960er Jahre zog es ihn aber wieder auf seine Insel Lanzarote zurück. Er hatte gesehen, wie sehr der Tourismus Nachbarinseln wie Teneriffa oder Gran Canaria beeinflusst hatte und das wollte er seiner Insel ersparen. Er orientierte sich an der traditionellen Bauweise und dokumentierte sie in einem Bildband. Er hatte einen Förderer für seine Ideen, seinen Freund, den Inselpräsidenten. Manrique konnte daher die touristische Entwicklung nach seinen Vorstellungen fördern. Die kubische Bauweise, harmonisch in die Landschaft eingefügt, weiß getüncht gegen die Hitze und grüne Fenster und Türen. Kein Gebäude sollte mehr als zwei Stockwerke haben. Bis heute ist dies weitgehend gelungen, einige Bausünden sind auf Korruption zurückzuführen. Aber wenn man über Land fährt, sieht man die ursprüngliche Bauweise sehr gut, Reklameschilder fehlen ganz. Übrigens oft auch Wegweiser, entweder lässt man sie ganz weg oder sie sind so klein, dass man sie vom Auto aus erst sieht, wenn man schon an der Abzweigung vorbeigefahren ist.

Manrique hat etliche touristische Anlagen gestaltet, zum Beispiel den Aussichtspunkt El Rio, ihr erinnert euch, von da aus schaut man zu der Nachbarinsel Graciosa. Gesten haben wir einen Lavatunnel besucht, den Manrique zugänglich gemacht und ausgestaltet hat. Dieser Lavatunnel endet im Meer, ist an einigen Stellen eingestürzt und bildet kleine Seen. Der Künstler hat es verstanden, die touristische Infrastruktur wie Cafés und Toiletten so in das Lavagestein zu bauen, dass es sich ganz natürlich in die Umgebung einfügt.

Der Pool ist übrigens nicht zu Baden gedacht, nur zum Staunen.

Ganz in der Nähe hat Manrique um eine Mühle herum einen Kakteengarten angelegt in der Form eines Amphitheaters. Die Kakteen stammen aus allen Regionen der Erde, auf Lanzarote sind nur wenige Arten davon heimisch.

Vulkane prägen die Insel

Gerade mal 200 Jahre liegt der jüngste Vulkanausbruch zurück und es handelte sich um einen der längsten je registrierten Ausbrüche. Rund ein Viertel der Insel war danach von erkalteten Lavaströmen bedeckt und etliche Vulkanberge ragten in die Höhe. Wenn man heute über die Insel fährt, ist das Ergebnis des Vulkanismus allgegenwärtig. Schwarzes Lavagestein wird behauen und zum Hausbau verwendet. Wo der Boden urbar gemacht werden konnte, dienen niedrige Mauern aus Lavagestein als Windschutz. Die Berghänge sind noch weitgehend kahl und ändern ihre Farbe je nach Lichteinstrahlung, von schwarzgrau bis rot. Manche schimmern bereits grünlich, die ersten Flechten haben sich angesiedelt.

Um das Gebiet des Vulkanausbruchs von 1730 herum wurde ein Nationalpark angelegt. Man kann sich dort allerdings bis auf eine Ausnahme nicht selbstständig bewegen. Entweder man klettert auf ein Kamel, schließt sich einer geführten Wanderung an, die man einen Monat im Voraus buchen muss, oder man fährt eine halbe Stunde mit dem Bus. Wir entscheiden uns für Letzteres. Die Route führt nahe an den erloschenen Vulkanen entlang auf einer schmalen asphaltierten Straße. Scheinbar genau auf die Größe der Ausflugsbusse abgestimmt. Die Ausblicke waren dramatisch sehenswert, Fotos aber nur durch die spiegelnden Scheiben des Busses möglich.

Eine Insel mit zwei Bergen…

 

… und einem Traumstrand! Man nimmt die Fähre von Orzola nach Graciosa…

… umschifft das Nordkap von Lanzarote, Punta Fariones, was ganz schön wackelig werden kann,

und marschiert dann die fünf Kilometer zwischen den beiden Bergen hindurch auf die Westseite von La Graciosa…

 

und schon ist man überwältigt von dieser Aussicht:

Diese Farben! Smaragdblau bis türkis das Wasser, fein der helle Sand, und dahinter ein roter Feuerberg. Und da habe ich noch das himmelblaue Firmament vergessen. Einfach traumhaft, Playa de las Conchas, falls ihr auch mal dahin wollt.

 

Ich war nur bis zu den Knöcheln im Wasser, dann kam diese Welle

und dann stand ich bis zu den Knien im Wasser! Dabei hatten wir uns gegen ein Bad im Meer entschieden, denn wir sind erklärte Warmbader. Wenn keine zwei vor der Wassertemperatur steht, denken wir noch nicht einmal drüber nach, ins Wasser zu gehen. Es gibt ja Menschen, die fragen nicht nach der Temperatur, sondern fragen sich nur selbst, will ich da rein oder nicht. Wir gehören nicht zu denen. Hier hat es schätzungsweise 18 Grad. Danke, nicht mit uns.

 

Unsere Belohnung: den catch of the day mit kanarischen Kartöffelchen und Weißwein aus Lanzarote. Ach, es ist so schön, Rentner zu sein.

Rückfahrt nach Orzola entlang der steilen Westküste.

Gegen den Winterblues

Wohin, wenn bei uns alles grau in grau erscheint und Regenschauer unser ständiger Begleiter ist? Wer sehnt da nicht den Frühling herbei. Und da haben wir es schon, unser Reiseziel: die Inseln des ewigen Frühlings, auch Kanarische Inseln genannt. Wir haben uns die wohl eigenwilligste der sieben Hauptinseln ausgesucht: Lanzarote. Die vulkanischen Aktivitäten liegen erst knapp 200 Jahre zurück und sind der Grund dafür, dass weite Teile der Insel wie eine Mondlandschaft aussehen. Vulkankegel leuchten in verschiedenen Farben und Lavaströme sind noch heute gut zu erkennen. Aber Lanzarote hat viele Facetten, die wir alle erkunden wollen in den kommenden 14 Tagen. Ich nenne nur ein Stichwort: Weinanbau!

Unser Quartier haben wir etwa in der Mitte der 60 Kilometer langen und 12 Kilometer breiten Insel aufgeschlagen. Wie meistens zieht es uns weg von den touristischen Hochburgen, von denen es hier allerdings nur drei über die Insel verteilte gibt. Wir haben eine Finca gemietet, die authentisch aus schwarzem Lavagestein erbaut und gemütlich mit viel Holz eingerichtet wurde. Sie liegt mitten im Weinanbaugebiet, doch dazu später. Wir bleiben jetzt erstmal nüchtern und starten zu unserem ersten Tagesausflug.

Bei wolkenlosem Himmel fällt die Entscheidung nicht schwer: wir fahren in Richtung Norden zum berühmtesten Aussichtspunkt der Insel. Er befindet sich wie ein Adlerhorst auf einer 500 Meter hohen Felsenklippe und bietet einen einmaligen Ausblick auf die kleine Nachbarinsel La Graciosa. Die smaragdgrüne Meerenge gibt dem Aussichtspunkt seinen Namen: Mirador del Rio.

Erster Café con leche auf der Insel, kostet in Haria € 1,50. Das gefällt uns natürlich. Gleich noch eine Runde durch den Ort gedreht.

Das Anwesen steht zum Verkauf. Jemand interessiert?