Die Isola del Garda befindet sich in Privatbesitz und kann nur im Rahmen einer organisierten Tour besucht werden. Wir sind ja lieber individuell unterwegs, aber in diesem Fall haben wir uns doch für die Tour entschieden und es war eine gute Entscheidung! Die Geschichte der Insel ist durchaus interessant und die verspielt-romantische Villa sehenswert. Drumherum gibt es gepflegte Gartenanlagen und dazu muss man wissen, dass ein Teil der etwa 1 km langen Insel felsig war und erst im 19. Jahrhundert eine Mauer gebaut wurde, um mit Erde aufzufüllen. Kaum zu glauben, wenn man heute die Bäume bestaunt, denen man nicht ansieht, dass sie auf Fels stehen.
Die ersten Bewohner der Insel waren Mönche, später wechselte die Insel des öfteren den Besitzer, zuletzt kauft es ein wohlhabender Graf, der in Venedig eine russische Adelige heiratete. Sie war von der Architektur Venedigs so angetan, dass die Villa auf der Gardaseeinsel im venezianisch-maurischen Stil umgebaut und erweitert wurde. Heute befindet sich die Insel noch immer im Besitz der Familie Borghese Cavazza, in fünfter Generation. Derzeit gehört der Besitz den sieben Geschwistern gemeinsam, drei von ihnen leben zusammen mit der Mutter ständig auf der Insel, die anderen kümmern sich um die Besitzungen der Familie an Land, darunter einen Landsitz mit Zimmern für Urlauber, einen Campingplatz und eine Reitschule. Sie sind durchaus bürgerlich aufgestellt, zum Beispiel ist eine Gräfin Englischlehrerin. Alls zusammen sorgen dafür, dass die Insel mit den gepflegten Gärten und der Villa erhalten bleibt, was nicht zuletzt durch die Besucher finanziert wird.

Unsere Tour beginnt in Maderno, von hier aus bringt uns ein Boot zur Insel.

Das Anwesen vom Wasser aus, der Dogenpalast in Venedig diente sozusagen als Vorlage. Das einfache unterste Geschoss wurde für die Angestellten erbaut, auch befanden sich dort die Küche und Waschräume. Heute leben dort Familienangehörige.

An Samstagen kann die Insel nicht besichtigt werden, dann werden hier Hochzeiten ausgerichtet.

Die Gartenanlagen wurden von allen Generationen der Familie gepflegt, auch heute sind unter den neun Festangestellten auch vier Gärtner.

Traditionelle Gartenanlagen, streng geometrisch, umrahmen die Villa.


Im aufgeforsteten Teil wächst dichter Wald und sogar Sumpfzypressen. Ich gebe zu, die kannte ich vorher auch nicht.

An schließend blieb noch Zeit für einen kurzen Besuch in Saló.


