Captain ´s Farewell

Wir haben in den zurückliegenden 12 Tagen eine sehr persönliche Betreuung von einem stets gut gelaunten und engagierten Team an Bord erlebt. Gestern Abend durften wir erleben, dass sich auch das Team hinter den Kulissen offensichtlich wohl fühlt an Bord und für einen großen Spaß zu haben ist. Auf dem Programm stand die Band „80 Degree North“. Es war erst ihr zweiter Auftritt und wir sahen unseren Kabinsteward, den Zodiac-Fahrer, einen ersten Offizier und die Hotelchefin an den Instrumenten, der charismatische Sänger bedient uns sonst im Speisesaal. Innerhalb von Minuten hatten sie das Publikum auf ihrer Seite, es gab Szenenapplaus und Jubel nach jedem Stück. Einige hielt es nicht mehr auf den Sitzen, der Rock´n Roll ist unserer Altersklasse eben in Fleisch und Blut übergegangen. Nach einer guten halben Stunde war es vorbei, mehr Stücke hatten sie noch nicht einstudiert. Ein Riesenspaß für die gesamte Crew und uns Gäste.

Es war sehr angenehm, dass wir eine überschaubare Reisegruppe von rund 150 gleichgesinnten Reisenden waren, Naturliebhaber und Fans von nordischen Temperaturen. Wer tiefer eintauchen wollte, konnte sich dem Wissenschaftsteam anschließen, Wasserproben nehmen und unter dem Mikroskop untersuchen. Das Expeditionsteam bestand aus Biologen, Glaziologen, Ornithologen, Meereskundler oder Studenten dieser Fachrichtungen. Unsere Fragen konnten wir immer loswerden.

Der Kapitän hatte sich für den letzten Abend noch eine Überraschung ausgedacht: er ließ ein Farewell Dinner ausrichten, mit einem besonderen Menü. Und das Schiff legte er direkt vor einen Gletscher und drehte es so, dass wir vom Speisesaal aus den Gletscher gut sehen konnten. Danach noch auf ein Sekt in der Explorer Bar und die gesamte Crew zeigte sich noch einmal ausgelassen beim Vorbeimarsch.

Es war insgesamt eine wunderbare Reise in eine abgelegene Gegend, wo sich sonst niemand verirrt, etwa 800 Kilometer vom Nordpol entfernt. Wir haben so viele Gletscher gesehen, dass wir sie nicht mehr zählen können. Das Highlight sind ja immer die Eisbären und auch die konnten wir aus sicherer Entfernung beobachten. Zudem war noch eine Walbeobachtungstour dabei. Unser Fazit ist: eine unvergessliche Reise mit einem engagierten Team, nicht ganz billig, aber seinen Preis wert. Hurtigruten können wir uneingeschränkt empfehlen.

Jetzt legen wir erstmal eine Pause ein und verarbeiten die Eindrücke aus dem Reisejahr 2022. War wieder schön, euch dabei gehabt zu haben und danke für euer Kommentare.

Flughafen Longyearbyn, ein letzter Blick und dann zurück ins warme Deutschland
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Eine Antwort zu Captain ´s Farewell

  1. Sylvia Bauer schreibt:

    Tolle Reise, die wir sehr gerne in Deinem Blog miterlebt haben. Unsere Reisewelt ist ist eher warm und kulturell geprägt ( Asien und Afrika). Danke für die vielen schönen Eindrücke. Wir sind demnächst in Richtung Südtirol mit dem Motorrad unterwegs und Ende Oktober dann in den indischen Ozean. Kommt gut zu Hause an und macht schöne Videofilme und Fotoalben. LG Sylvia

    Gefällt mir

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