Ist keiner auf die Idee gekommen, mal nachzuschauen, was Myvatn auf deutsch heißt? Mückensee !!! Aber keine Angst, wir lassen uns von dem Namen des Sees im Norden Islands nicht abschrecken, zumal wir wissen, dass diese kleinen Biester hier nicht stechen. Wenn es auch zugegebenermaßen sehr viele von ihnen gibt.

Der See macht seinem Namen alle Ehre und ich schwöre, ich habe keinen einzigen Mückenstich.
Unterwegs rund um den Mývatn-See
Die Gegend um den Mývatn-See ist die einzige Region im Nordosten Islands, die für Touristen einige Sehenswürdigkeiten bietet, die nicht 100 km voneinander entfernt liegen. Und es gibt sogar drei Hotels, aber die findet man nicht immer gleich, es gibt kaum Hinweisschilder und manchmal sehen sie eher wie eine Lagerhalle aus. Aber Touristen sieht man doch, viele sind auf der Durchreise, wenn sie die Ringstraße abfahren. Die einzigen, die vier Tage hier sind, das sind glaub´ich wir. Aber es gibt viel zu tun, hier unser heutiges Tagesprogramm bei eher isländischem Wetter. Das heisst, es fehlt die Sonne und wir haben kleidungstechnisch etwas aufgerüstet. Morgen nehmen wir Handschuhe mit, aber das nur, weil es morgen aufs Schiff geht.

Das sind sogenannte Pseudokrater. Sie haben keine Lava gespuckt, sondern sie waren ein riesiger Lavafluss, der im Wasser verpuffte und sozusagen durch Überdruck in die Luft geflogen ist. Heute ist hier ein Vogelschutzgebiet und es wurde ein schöner Rundweg angelegt.



Unser Pausenbrot. Es wurde mittels Erdwärme langsam gegart und heißt übersetzt Rauchbrot. Schmeckt leicht süßlich und der Teig ist schwer bis klebrig. Belegt mit geräucherter Forelle aus dem Fluß nebenan. Für manch einen schmeckt es „bäh“ für andere „landestypisch interessant“. Ob wir es noch einmal bestellen würden? Keine Ahnung…

Die nächste Attraktion sind Lavaformationen, die malerisch im Wasser stehen, auch diese sind mittels Rundweg erschlossen und geben lohnende Fotomotive ab.

Das Thema Lava beschäftigt uns heute noch weiter, hier türmt sie sich zu pittoresken Gebilden auf, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.


Das Geothermalfeld dampft und stinkt
Ein kurzer Abzweig von der Ringstraße und schon wird es heiß unter den Füßen. Man sollte genau aufpassen, wo man hinläuft, denn die dampfenden Schwefelquellen kommen mit hohen Temperaturen an die Oberfläche. Es gibt einen markierten Rundweg, den kann man gefahrlos gehen. Manch einer rümpft allerdings dabei die Nase.



Am Zentralvulkan Krafla
Wie der Name schon ahnen lässt, handelt es sich bei Krafla um ein großes Vulkansystem im Norden Islands. Die Krafla-Caldera ist etwa 10 Kilometer breit, das gesamte Vulkansystem erstreckt sich jedoch über eine wesentlich größere Fläche. Es gibt keinen Zugang zu diesem Vulkan, wohl aber eine Straße zum Kraftwerk Kröflustöð. Die Fahrt lohnt sich vor allem deshalb, weil man von einem Parkplatz aus den kleinen Kratersee Víti besichtigen kann.

Im Geothermalkraftwerk Kröflustöð wird aus heißem Dampf Strom erzeugt.

Die Strasse endet am Kratersee Víti im Krafla-Vulkansystem, der zu dieser Jahreszeit noch zugefroren ist. Das hat seinen eigenen Reiz wie ich finde.
Hallo Isa, hallo Martin,
ict würde sagen, das ist Alpenschneehuhn bzw. ein Hahn.
Weiterhin viel Spaß und eine erlebnisreiche Zeit!
Gruß Rüdiger
Der vogel ist ein Lagopus mutus
Danke für deine Mithilfe, jetzt sind wir schlauer!
Spannende Reise die ihr da macht!
Kann man in den Thermalbädern auch baden?
Jaa, das kann man. Es gibt auch viele Badestellen unterwegs, denn das warme Wasser sprudelt ja an vielen Stellen. Wir warten da noch auf eine gute Gelegenheit. Der Wind sollte nicht zu stark wehen zum Beispiel.