Ein Fjord, der meinen Namen trägt

Wir haben den westlichsten Punkt unserer Reise erreicht: Isafjördur in den Westfjorden gelegen. Fjördur ist isländisch und heisst Fjord. Der Empfang in diesem meinem Ort war etwas rumpelig. Das von mir gebuchte Isafjördur Inn entpuppte sich als eine Unterkunft ohne Rezeption, nur mit Code lässt sich die Eingangstür öffnen. Da hatte ich meine Mails noch nicht gecheckt, aber nette Gäste ließen uns nicht im Regen stehen. Dann stellte sich heraus, dass der Code fürs Zimmer erst ab 15:30 Uhr gültig ist, also standen wir doch wieder im Regen. Aber mit wetterfester Kleidung kein Problem, die zwei Stunden kriegen wir schon rum, mit Tourist Info (dort warm und trocken mit WLAN Zeit verbringen) und bei West Tours den Ausflug zu der Papageitaucher Insel buchen. Manchmal läuft es einfach nicht gut. Die Tourist Info nicht zu finden. Das nächste Café zu, erst mit Maps ein Café gefunden, dort war das Wifi überlastet, aber wenigstens saßen wir erstmal trocken. Bei West Tours erfahren wir, dass es die Ausflüge erst ab nächster Woche gibt, die Insel sei noch wegen der Brutsaison gesperrt. Die Tourist Info konnten wir zwar betreten, doch drinnen sah es aus wie in einer Schreinerwerkstatt und kein Mensch zu sehen.

Dabei war der Tag eigentlich bisher ganz gut gelaufen. Die Fahrt durch die Westfjorde beeindruckend, wenn wir auch das Auto nur an den Aussichtspunkten verlassen haben. Zuviel Wind bei 3 Grad. Den mittleren Bereich der Westfjorde muss man sich vorstellen wie eine Hand mit fünf Fingern, und wir umfahren jeden dieser Finger. So braucht man für die Luftlinie von 50 km dann doch 170 km, aber der Weg ist das Ziel. Die Fjorde sind äußerst dünn besiedelt und wir sehen nur wenige Autos auf dieser Strecke.

Ein Highlight ist Litli Baer, ein kleines Grassodenhaus von 1895, liebevoll restauriert und im Angebot waren Waffeln und heiße Schokolade. Als dann ein Bus hielt und etwa 20 Gäste in die winzige Gaststube drängelten, war es aus mit der Gemütlichkeit und wir sind weitergefahren zum nächsten zugigen Aussichtspunkt. Dann noch ein Besuch im Arctic Fox Museum. Das sollte man unbedingt machen, denn mit dem Eintrittsgeld unterstützt man eine Tierauffangstation für Polarfüchse. Die Ausstellung war informativ, es gab auch ausgestopfte Polarfüchse zu sehen, die waren dekoriert mit alten Kaffeetassen.

So, jetzt gibt es noch eine Möglichkeit, diesen Tag zu retten, denn wir haben fürs Abendessen reserviert im Tjöruhúsid. Dieses wird überall vollmundig empfohlen, täglich fangfrischer Fisch lecker zubereitet. Martin sagt, bei unserem Glück heute….

Fortsetzung folgt morgen, aber hier noch die Fotos des Tages, Isafjördur kommt auch morgen, wenn es hier mal nicht regnet.

Bevor wir die Westfjorde erreicht haben, mussten wir zuerst eine Hochebene überqueren, da gab es noch Schnee satt.

Meine Lieblingsvögel, die Küstenseeschwalben

Hier gab es heiße Schokolade mit Waffeln.

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