Rund um Cape Breton

Vollmundig wird die 300 Kilometer lange Strecke als schönste Küstenroute der Welt gelobt, vielleicht haben das aber auch die Marketing-Experten des Tourismusbüros geschrieben. Mit den Superlativen ist das ja immer so eine Sache. Aber toll ist die Route auf jeden Fall. Die Straße führt meistens nah am Wasser entlang und das Gelände ist hügelig. Bis zu 400 Meter hoch erheben sich die Berge und bilden an der Küste entsprechend hohe Klippen aus. Nur wenige Menschen lassen sich in dieser entlegenen Gegend nieder und einige davon leben vom Tourismus. Zum Beispiel die Anbieter von Walbeobachtungstouren. Hier am Cape Breton haben Pilotwale ihr Revier, je nach Jahreszeit ziehen aber auch Buckelwale und Blauwale vorbei. Wir haben Glück mit dem Wetter und die Tour startet bei strahlendem Sonnenschein um 10 Uhr. Der rothaarige Kapitän kann seine schottischen Vorfahren ebenso wenig verleugnen wie der Tourguide und die beiden machen ihren Job mit Leidenschaft. Sie freuen sich richtig, als sie die ersten Pilotwale aufgespürt haben. Und dann sehen wir noch eine Meeresschildkröte, was äußerst selten ist, da diese hier vom Aussterben bedroht sind. Wir hatten viel Glück mit dieser Tour, denn gestern fand keine statt wegen zu hohem Seegang und die beiden nächsten Tage ist Regen angesagt.

Ganz im Norden des Cape Breton liegt ein Campinglatz direkt an den Klippen und den steuern wir natürlich an. Meat Cove heißt das Nest, drei Häuser, ein Ausflugslokal und eben dieser Campingplatz mit der einmaligen Lage. Und die ist tatsächlich so toll wie auf den Bildern. Nach Sonnenuntergang wird es frisch hier oben, aber der Vollmond spiegelt sich im Meer, das müssen wir uns natürlich anschauen. Etwas durchgefroren freuen wir uns wieder über unser komfortables Wohnmobil mit der tollen Heizung.

Küstenlandschaft am Cape Breton

Küste vom Wasser aus

Ein Pilotwal nah an unserem Boot, leider hat er uns nicht mehr von sich gezeigt als seine Rückenflosse. Wir haben ihn und seine Feunde noch ein paar Mal gesehen, ist ja immer aufregend den größten Meeressäugern zu begegnen.

Ein freundlicher Mitreisender hat uns fotografiert.

Unser Traumplatz in Meat Cove

Scheinbar sind wir so fotogen, dass mir beinahe die Camera aus der Hand gerissen wurde. Oder da wollte jemand unbedingt mal eine Olympus halten…

Unser Traumplatz am nächsten Morgen

Kurzer Stopp in Neills Harbour, ein Kaff fast am Ende der Welt. Pittoresk steht im Reiseführer!

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