Er hat den Nebel verscheucht und um die Mittagszeit war alles eitel Sonnenschein. Das Thermometer zeigte tatsächlich 17 Grad, aber im Wind war es natürlich deutlich kälter. 300 Kilometer haben wir heute sehr entspannt zurückgelegt, mit 90 km/h hat man auch etwas von der Landschaft. Der Nordosten Islands gilt als karg und ohne viel Sehenswertes, aber wir können dieser archaischen Landschaft doch etwas abgewinnen. Keine Menschenhand hat in die Natur eingegriffen, sieht man einmal von der Fahrstraße und den Stromleitungen ab. Aber ansonsten waren geophysikalische Kräfte am Werk, das Erdinnere stülpte sich nach außen und Vulkanausbrüche formten Island und tun dies bis heute. Dort, wo die Vulkanausbrüche am längsten zurückliegen, entwickelt sich wieder Vegetation. Jüngst wird an einigen Stellen sogar aufgeforstet, kleine Wäldchen entstehen. Es geht alles sehr langsam hier, weil die Vegetationsperiode nur sehr kurz ist. Unter Schnee und Eis kann die meiste Zeit des Jahres nichts wachsen.
Jetzt im Frühsommer geht alles ganz schnell in der Natur, der Schnee schmilzt noch und speist unzählige Wasserfälle, das erste saftige Grün und Blüten zeigen sich. Wasserfälle sind auch die ersten Natursehenswürdigkeiten, die wir aufsuchen. Dettifoss, Selfoss und sozusagen vor unserer Haustür der Godafoss. Sie gehören zu den bekanntesten Wasserfällen Islands. Jeder beeindruckt auf seine Weise, wir können uns nicht entscheiden, welcher der Schönste ist. Aber seht selbst.

Der Dettifoss, nicht der höchste, aber durch die Wassermassen der gewaltigste Wasserfall Islands.

Wenn man noch eineinhalb Kilometer weiter läuft, ist man schon beim nächsten Wasserfall, dem Selfoss. Das Wasser hat einen bizarren Canyon geformt.

Und dann rauscht es von mehreren Seiten in die Tiefe, sollte man nicht verpassen.

Am Abzweig zu unserem Farmhotel ist der eher kleine Godafoss am Werk, aber hässlich ist der auch nicht, oder?

Der Blick aus unserem Hotelzimmer. Ja, unsere Unterkunft nennt sich nicht „Urlaub auf dem Bauernhof“, sondern etwas vornehmer „Fljótsbakki Farm Hotel”. Wir schlafen im ehemaligen Kuhstall, aber daran erinnert jetzt nichts mehr. Höchstens die Milchkannen vor der Tür.


Hallo Ihr Lieben,
tolle Bilder, schön beim Frühstück von Euch zu hören.
…..der Vulkan im Süden ist weiter ausgebrochen, wir freuen schon auf eure weiteren Reiseberichte…..also, falls Ihr vorbei schaut.🙏😍😀
Gute Reise
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