Es sind nicht die Top-Sehenswürdigkeiten, aber dennoch ist die nähere Umgebung von Riva interessant genug für Ausflüge. Altes Gemäuer ist immer dabei, ob als Dorf oder Städtchen oder eine der vielen Burgen und natürlich Berge, üppig bewachsen und saftig grün. Wir sind zwar im sonnigen Süden, aber trotzdem gibt es immer noch genügend Regen, zum Beispiel heute. Erst gegen 14 Uhr sind wir aufgebrochen, im strömenden Regen geht man auch im Urlaub nicht gern vor die Tür.
Arco liegt nur wenige Kilometer nördlich von Riva, eine sehenswerte Altstadt und mittendrin ein 150 Meter senkrecht aufragender Felsen mit einer Burg obendrauf. Da sind wir gleich mal hochgeklettert. Von der Burg ist nicht viel übrig geblieben, nachdem die Franzosen eingefallen sind und Riva erobert haben. Das war 1703 und anschließend schossen sie die Burg vom gegenüberliegenden Berg aus in Schutt und Asche.

Die Burganlage zieht sich über den gesamten Felsen und konnte nach allen Seiten gut verteidigt werden, aber den Kanonen der Franzosen hielt sie nicht stand, zwei Türme sind in Teilen erhalten geblieben.

Arco hat einen historischen Stadtkern, den man sich auf jeden Fall anschauen sollte.

Der Gardasee im Hintergrund lässt sich mehr erahnen, als dass man ihn sieht.




Weit unten liegt der Gardasee etwas im Dunst.

Etwas weiter in den Bergen liegt der kleine, aber malerische Tennosee. Er ist vor etwa 1.000 Jahren durch einen Erdrutsch entstanden, der seitdem das Flüsschen Rio Secco aufstaut. Ein Spazierweg führt rund um den See, in dem man auch baden kann, wenn man mit 21 Grad Wassertemperatur zufrieden ist. Der See ist übrigens tatsächlich türkis!
Ganz in der Nähe liegt das Bergdörfchen Canale di Tenno. Nach dem 2. Weltkrieg lag es verlassen da und wurde erst in den Sechzigerjahren wiederentdeckt. Künstler waren die Ersten, die sich hier wieder niedergelassen haben und das Dorf zu einem der schönsten Italiens machten. Man fühlt sich zurückversetzt ins tiefste Mittelalter, wenn man durch die niedrigen Bogengänge und die steilen Gassen geht.




