Auf Irrwegen durch die Lagunenstadt

Natürlich geht man in Venedig zu Fuß, jede noch so winzige Gasse ist ein Blickfang, gut dass die Speicherkarte meines Fotoapparates groß genug ist, danke Lukas! Wenn man ein bestimmtes Ziel anpeilt, ist es anstrengend, dann schaut man andauernd auf den Stadtplan um festzustellen, dass diese kleine Gasse hier nicht verzeichnet ist. Es gibt kaum Orientierungspunkte wie zum Beispiel den Stand der Sonne, denn die sieht man in den engen Gassen nicht. Der Totalversager ist Google Maps, wenn man dort ein Ziel eingibt, findet die App die ersten Meter und dann kommt der große gepunktete Bogen zum Ziel, als ob einem hier plötzlich Flügel wachsen würden. Am besten, man geht einfach drauf los und lässt sich hinter jeder Ecke überraschen. Jede noch so enge Gasse mündet irgendwann in einen kleinen Platz oder überquert plötzlich einen Kanal. Oder man steht in einem Hinterhof, an dessen Ende es nicht weitergeht. Oder die Gasse endet direkt am Wasser, aber da ist keine Brücke, übrigens auch kein Geländer, man muss aufpassen, wohin man tritt.

Gestern Abend haben wir so einen Orientierungslauf unternommen, nach Sonnenuntergang, da sieht alles auf einmal ganz anders aus. Wir haben uns sogar dort verlaufen, wo wir täglich entlanggehen. Wenn man so gar nicht weiß, in welcher Richtung man unterwegs ist, landet man auch mal am entgegengesetzten Ende. Und da wurden die Gassen immer dunkler und auf dem Stadtplan war kaum noch etwas zu erkennen. Und dann geht man vorsichtig um die nächste Ecke und plötzlich steht man wieder auf einem belebten Platz. Ich kürze das jetzt ab, irgendwann haben wir dann doch nach Hause gefunden. Und heute Abend wollen wir wieder los, das Abenteuer ruft.

Wenn wir mal nicht herumirren, besuchen wir Paläste mit verschnörkeltem Inventar und Gemälden von Tiepolo oder Tiziano, schauen mal bei den Filmfestspielen am Lido vorbei oder vergleichen die Preise beim Aperol Spritz, der schwankt zwischen 3 und 6 Euro, je nachdem, wie weit man sich vom Markusplatz entfernt. Deshalb laufen wir auch immer so weit bis in die hintersten Ecken.

Hier nun ein winziger Teil meiner fotografischen Ausbeute, die Auswahl fällt schwer!

Immer ein Foto wert, der Canal Grande
Dieser Kronleuchter aus Muranoglas hängt im Palast Ca ´Rezzonico.
Nicht der Palast
Wie gemalt…
Platz zum Abendessen und in der Nähe des Sonnenuntergangsspots.
Darf natürlich nicht fehlen…
Abends wenn die Lichter angehen wird es romantisch in den Gassen Venedigs.
Oder einsam …
Aber Fotomotive ohne Ende.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Auf Irrwegen durch die Lagunenstadt

  1. Peter Heller schreibt:

    Vielen Dank für den informativen Reisebericht und die wunderbaren Foto! Weiterhin guten Reiseverlauf!
    Gruß Peter

    Liken

  2. Rainer Hein schreibt:

    Hallo ihr Lieben,
    so schöne Bilder, ich wünschte, ich könnte dort sein.
    Isa, leider habe ich Deine E-Mail-Adresse verschlampt. Sei doch bitte so gut und melde Dich mal auf diesem Weg, ich würde Dir gerne meine Wanderungen auf Komoot zeigen.
    Eine gute Zeit wünsche ich Euch noch.
    Liebe Grüße – Rainer

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s