Nach Triest des Kaffees wegen

Ihr habt es vielleicht schon geahnt: wir trinken sehr gerne Kaffee, genauer gesagt lieben wir den Cappuccino. Der kommt ja bekanntlich aus Italien und zwar konkret aus Triest. Die Stadt mit ihrem natürlichen Tiefseehafen war schon zu Beginn der Seefahrt ein wichtiger Umschlagplatz exotischer Güter. Bis heute wird in Triest ein großer Teil der Kaffeebohnen für Europa umgeschlagen. Aber damit nicht genug, der Kaffee wurde hier auch geröstet und es entwickelte sich eine ausgeprägte Kaffeekultur. Der Pro-Kopf Konsum an Kaffee liegt hier doppelt so hoch wie im italienischen Durchschnitt. Wir sind ausgezogen, diesen Verbrauch weiter zu steigern.

Im Stadtplan haben wir die berühmtesten Traditionscafés eingezeichnet und haben sie dann alle aufgesucht. Und ich kann euch verraten, der Cappuccino, der hier übrigens Café Latte heißt, schmeckt tatsächlich sehr gut. Und es fällt auf, dass es sehr viele Cafés in der Stadt gibt und alle sind immer gut besucht. Die Italiener trinken schon morgens auf dem Weg zur Arbeit den ersten Kaffee, im Stehen am Tresen, da kostet er weniger als im Sitzen, dazu essen sie ein Cornetto. Das ist ein komplettes Frühstück auf italienisch.

Beim Stadtbummel fällt auf, dass es unzählige prachtvolle Gebäude gibt, Zeugen einer glanzvollen Vergangenheit. Erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kam wieder Leben in die Stadt, in der heute eine bekannte Universität, unzählige Museen und Weltfirmen wie Generali Versicherungen und natürlich, die Kaffeefirma Illy ansässig sind. Es gibt neben den repräsentativen Gebäuden auch ein Altstadtviertel, hier lebten früher Fischer und einfache Arbeiter, heute ist es Ausgehviertel und auch unser Hotel befindet sich hier in einer engen Gasse.

So, jetzt schaut euch noch die Fotos an, ich muß jetzt dringend einen Café Latte trinken.

Die letzten Pfützen sind noch zu sehen, der große Regen ist vorbei, für uns scheint heute die Sonne.
Das noble Stadtviertel mit Blick auf das Kastell San Giusto, Wahrzeichen von Triest.
Blick auf die Stadt vom Kastell aus
Das Café San Marco, seit 1914 die erste Adresse für einen Kaffee
Zuletzt ist er uns in Dublin begegnet, mein Freund James Joyce. Er lebte 10 Jahre in Triest, kann ich gut verstehen, wettermäßig hat er einen guten Tausch gemacht.
Unser Hotel in der Altstadt, heißt zufällig auch James Joyce.
Die Straße des 20. Septembers, ein Café nach dem anderen!
Der Richardsbogen war Teil der römischen Stadtmauer und ist einer der ältesten antiken Funde in der Stadt.
Und als Gegensatz ein Stück Moderner Kunst.
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2 Antworten zu Nach Triest des Kaffees wegen

  1. Uwe Brunnengraeber schreibt:

    Liebe Isa, lieber Martin,
    es freut uns, wieder Reiseberichte von Euch zu lesen. Wir hoffen, Euch Beiden geht es gut und Ihr genießt die Zeit südlich der Alpen.
    Bleibt gesund und beschreibt noch viele tolle Eindrücke und Entdeckungen, die Ihr auf der Reise sammelt und macht.

    Bis die Tage und beste Grüße
    U & U

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  2. Rainer schreibt:

    Herrliche Bilder, das weckt Erinnerungen, als ob man gerade erst da gewesen wäre 🙂 Viel Spaß noch im schönen Italien

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