Mit dem Auto nach Italien

Schon sehr lange hängt eine Karte mit diesem Text an unserer Pinnwand im Arbeitszimmer. Wir sammeln dort unsere Urlaubsideen und ordnen sie nach Monaten und Jahren, um einen Überblick zu behalten, wann man am besten wohin reisen kann. Jeder von uns beiden hat seine Sehnsuchtsziele zu Papier gebracht und nach Wichtigkeit sortiert. Und nach Monaten und Jahren. Das hat ein jähes Ende gefunden, Karten sind abgehängt und zur Seite gelegt, auf ihnen stand „Jordanien“ oder Seychellen“, beides war für 2020 geplant. Und zuletzt ist nur noch diese eine Karte übrig geblieben, auf der steht „mit dem Auto nach Italien“.

Und jetzt sind wir sehr glücklich, dass wir diese Reise im Coronajahr 2020 angetreten haben. Das war lange Zeit nicht klar, ob wir überhaupt eine Urlaubsreise unternehmen werden. Mal angesehen davon, dass wir nach einem Enkelinbesuch in Berlin eine Woche Ostsee angehängt haben. Aber jetzt sind wir tatsächlich unterwegs, nach Italien, dem Sehnsuchtsziel vieler Urlauber in den Sechziger Jahren. Italien war lange Jahre das Reiseziel Nummer eins der Deutschen, und das aus gutem Grund. Es gibt ja so viel zu sehen, bedeutende Kunststädte, feinsandige Strände und nicht zuletzt die liebenswürdige italienische Lebensart. Und erst die Küche… !!!

Wir fahren also los mit unserem Kleinwagen, der zweite Koffer liegt auf der Rückbank (aber nur, weil der Hybrid der ersten Generation noch so eine große Batterie hatte) und fahren in Etappen, wir sind ja nicht mehr die Jüngsten. Heute sind wir bis Salzburg gekommen, da kenne ich ein wunderschönes Hotel, alle Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß zu erreichen. Wir haben es tatsächlich geschafft, den sintflutartigen Regen hinter uns zu lassen und kommen bei Sonnenschein in der Festspielstadt an. Dass es später gewittert und hagelt – geschenkt. Wir wollten ohnehin eine Kaffeepause einlegen, die Sachertorte schmeckt immer noch so gut wie ich es in Erinnerung hatte.

Wir lassen uns treiben, sehen ein paar Festspielgäste, die aufgerafft auf den Einlass warten und tatsächlich keine Touristen, die sich vor allen Sehenswürdigkeiten selbst fotografieren. Wir hören österreichisches Stimmengewirr, Jugendliche können Skateboard fahren und sich ihre Stadt zurück erobern. Es geht geruhsamer zu in Salzburg, allerdings sind auch viele Straßenwirtschaften geschlossen oder kaum besucht. Hat vielleicht auch mit dem Hagelschauer zu tun.

Im Hotel hängen auffällig viele Schlüssel noch an der Rezeption und der Portier macht um 20 Uhr Feierabend, man rechnet nicht mehr mit Gästen. Und das zur Festspielzeit! Wir trinken noch einen Absacker im „Wohnzimmer“, einem geschmackvoll eingerichteten Raum, der allen Gästen offen steht und wo es Getränke zum Selbstbedienen gibt und wir bleiben auch hier alleine. Aber gemütlich wars. Und nun noch die Bilder des Tages und lasst euch überraschen, wohin es uns morgen verschlägt.

Im Mirabellgarten
Die Sonne fehlte noch ein wenig
Das Café Tomaselli bot uns einen trockenen Platz während des Hagelschauers
Und warum der auf der goldenen Kugel steht, weiß ich auch nicht, laut Wikipedia heißt es „Sphaera“ und ist ein Gesamtkunstwerk
Und dann kam doch noch die Sonne zum Vorschein

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4 Antworten zu Mit dem Auto nach Italien

  1. Alex schreibt:

    Ciao. un bel viaggio! Non vedo l’ora che arrivi il blog. Buon divertimento e rimani in salute, cordiali saluti, Alex

    Gefällt 1 Person

  2. Birgit schreibt:

    Da waren wir vll zeitgleich auf der A8, liebe Grüße aus Osttirol. Freue mich auf den täglichen Blog. Schöne Zeit euch beiden.

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  3. Peter Heller schreibt:

    Salzburg ist eine meiner Lieblingsstädte ! Für Eure Italienreise wünsche ich schöne Tage und gesunde Rückkehr. Werde die Reiseberichte mit interesse verfolgen.
    Gruß Peter

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  4. Sylvia Bauer schreibt:

    Liebe Isa
    das ist ja wirklich witzig. Wir haben natürlich in diesem Coronajahr auch alle Fernreisen storniert. Und was bleibt: mit dem Auto nach Italien. Wir fahren allerdings mindestens einmal im Jahr dorthin. 1x jährlich zieht es unser Herz nach Italy! So haben wir Italien schon von Norden bis Sizilien bereist, aber es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken. Wir lieben dieses Land aus den gleichen Gründen, die Du auch genannt hast. Genießt die Zeit und lässt es Euch gut gehen. Das gelingt in Italien garantiert. Wir starten Mitte September unsere Reise in die nördliche Toskana. Es ist das letzte Jahr, in dem wir unsere Zeit einteilen müssen. Im April 2021 geht Jürgen auch in den Ruhestand und dann…….😀😀😀😀😀
    .ganz liebe Grüße und eine tolle Reise wünschen Euch Sylvia und Jürgen

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