Am Strand mit See-Elefanten

Wir hatten die Estancia ausgewählt, weil sie in der Nähe der größten Pinguin-Kolonie liegt, nach eigenen Angaben die größte der zugänglichen Pinguin-Kolonien der Welt. Die Zahlen schwanken zwischen 500.000 und 1 Mio. Tiere. Das hat mir gefallen, als letzten Programmpunkt vor Buenos Aires noch einmal Pinguine! Als wir auf der Estancia ankommen, erzählt uns der Besitzer voller Stolz von der Kolonie von See-Elefanten auf seinem Gelände. Das Gebiet ist eigentlich unzugänglich, aber er hat einen Zugang anlegen lassen, damit er mit einem Allrad-Fahrzeug Ausflüge für seine Gäste anbieten kann. Wir überlegen nicht lange, verschieben die Pinguine auf den nächsten Tag und fahren mit Guido zu den Robben. See-Elefanten sind die größten Robben und hier handelt es sich um die Südlichen See-Elefanten, die noch einmal größer sind als die Nördlichen.

Es ist gut, dass wir einen kundigen Führer dabei haben, denn diese gewaltigen Tiere sind nicht zu unterschätzen und man muß wissen, wie man sich ihnen nähern kann. Ganz wichtig: man sollte niemals zwischen Tier und Meer geraten und ihnen damit den Fluchtweg abschneiden, das mögen sie gar nicht. Natürlich kennt Guido die besten Beobachtungsplätze und wir wandern mit ihm drei Stunden durch diese wilde Küstenlandschaft, immer wieder tauchen See-Elefanten auf. Eigentlich liegen sie die meiste Zeit faul herum und schauen uns mit ihren großen Augen verwundert an, sie schauen uns auch hinterher, wenn wir an ihnen vorbeilaufen.

Es kommt Bewegung in die Gruppe, wenn es den Männchen mal wieder einfällt, ihren Artgenossen zu zeigen, wer der Stärkere ist. Dann kämpfen sie, wobei sie sich auch Verletzungen zufügen.

So plötzlich, wie sie angefangen haben, hören sie auch wieder auf und dösen weiter.

Wirklich ein tolles Erlebnis, so auf Tuchfühlung zu gehen mit diesen massigen Tieren. Aber natürlich wollte ich auch noch einmal zu den Pinguinen, da haben wir am nächsten Tag kurzerhand das Frühstück ausfallen lassen, um früh bei der Kolonie zu sein, am Nachmittag ging der Flieger nach Buenos Aires. Wir waren fast die ersten Besucher, ein Paar aus den USA war noch etwas früher aufgebrochen. Und da kommt uns vorwitzig jemand entgegen getrappelt.

Wir bleiben bis 10 Uhr, dann wird es voll, denn natürlich wird diese Attraktion von Reiseveranstaltern gebucht und Busse bringen die Besucher hierher. Auf dem Rückweg zum Auto haben wir noch einmal Glück, eine brütende Mutter zu sehen und dann noch zwei frisch geschlüpfte Pinguinchen.

Wir haben übrigens noch ein spätes Frühstück in unserer Estancia bekommen, sehr lecker zubereitet von der hervorragenden Köchin. Und beim Autovermieter ging alles glatt, die waren scheinbar froh, dass wir das Auto zurückgebracht haben und keine weiteren Forderungen gestellt haben.

 

 

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