Der Oceanliner nimmt Fahrt auf

Die Reise hat begonnen. An einem Ort, der im letzten Jahrhundert das Tor zur Neuen Welt und zur Freiheit war. Es hat schon etwas nostalgisches, im Zeitalter der Schnelligkeit in ein Schiff zu steigen, dass sich mit einer Geschwindigkeit von maximal 50 km/h vorwärts bewegt. Für die Hamburger scheint die Queen Mary 2 etwas Besonderes zu sein, obwohl es schon dunkel war, standen gestern Abend viele am Ufer und haben uns mit ihren leuchtenden Handys gewinkt. Manche machen einen richtigen Event daraus, am Jacobs Hotel schossen Leuchtraketen in die Luft, von der Terrasse wurden Bettlaken geschüttelt und dazu ertönte, very british, „Hope and Glory“ aus den Lautsprechern. Für diese tolle Abschiedszeremonie ließ unser Kapitän dreimal das Schiffshorn ertönen. Hört man nicht oft, so einen tiefen und satten Baßton.

Die ersten Stunden haben wir uns bemüht, die Orientierung an Bord nicht zu verlieren. Es gibt 13 Decks und drei große Treppenhäuser mit jeweils sechs Lifts. Das Schiff ist über 300 Meter lang und wenn man einmal in die falsche Richtung gelaufen ist, guckt man das nächste mal doch noch mal genau nach, ob man zum Heck oder Bug möchte. 

Die ersten 80 Kilometer haben wir auf der Elbe zurückgelegt, bis wir nachts die offene See erreicht haben. Jetzt passieren wir bereits die niederländische Küste und es bläst ein heftiger Wind. Ganz schnell lernt man, wo die windabgewandte Seite ist und dass es am Heck windgeschützt ist. Die Sonne zeigt sich kaum, aber es ist weitgehend trocken, aber der Wind nimmt zu und jetzt haben wir bereits Windstärke 6. Das macht der eher behäbigen Queen kaum etwas aus. Wir müssen schon richtig darauf achten, um zu merken, dass wir uns auf dem Wasser befinden. 

Lukullisch werden wir sehr verwöhnt, im Restaurant faltet der Kellner die Serviette auf und legt sie jedem Gast auf den Schoß. Ich habe Hochachtung vor den Köchen, die es fertig bringen, für dreitausend Passagiere kreative und äußerst schmackhafte Gerichte zuzubereiten. Gemütlich im Restaurant zu sitzen und dabei die passende Kleidung zum festlichen Rahmen zu tragen, erleben wir als Teil unseres Urlaubes. Eben mal etwas anderes tun als im Alltag. Wenn es schneller gehen soll, suchen wir auch gern das Selbstbedienungsrestaurant auf, wo es beinahe rund um die Uhr leckere Speisen für jeden Geschmack gibt. 

Derzeit habe ich ein technisches Problem, die Fotos meiner Kamera aufs iPad zu bringen. Ich arbeite daran. Heute gibt es nur ein Foto, das ich mit dem iPad gemacht habe: Heute morgen der erste Blick von unserem Balkon auf die Weite des Meeres. Demnächst hoffentlich mehr.

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