Die Mutter aller Canyons

Am Grand Canyon führt für den Reisenden im Westen der USA kein Weg vorbei. Hier hat der Colorado ganze Arbeit geleistet, er hatte allerdings auch 50 Millionen Jahre Zeit dazu, sich 1.600 Meter tief in die Erde zu graben. Und wo er einmal dabei war, hat er gemäß des amerikanischen Prinzips „Think big“ gleich mal auf einer Länge von 450 Kilometern und einer Breite von bis zu 29 Kilometern das Hochplateau grundlegend umstrukturiert. Man traut es dem Flüsschen heute gar nicht mehr zu, wie er so unschuldig dahinfließt, aber der Colorado war damals ungefähr zehnmal so breit wie heute.

Es gibt zwei Stellen, um den Grand Canyon zu besuchen. Die meisten Reisenden wählen die Südseite, dort ist es in der Hauptreisezeit entsprechend überlaufen. Wir beide haben den Grand Canyon schon einmal auf früheren Reisen besucht und wollen dem Rummel am South Rim entgehen. Genau gegenüber von Grand Canyon Village liegen die nördlichen Aussichtspunkte und hier geht es wesentlich entspannter zu. Ma kann die Viewpoints bequem mit dem Auto erreichen und die Aussicht in aller Ruhe genießen. Wir haben uns dafür einen ganzen Tag Zeit genommen.

Unser Campingplatz lag ganz in der Nähe des National Parks, auf einer Höhe von 2.800 Metern. Ein Traumplatz, aber aufgrund der Höhe etwas frisch. Das Lagerfeuer hat uns schön gewärmt, zumindest von vorne und in der Nacht haben wir noch eine Decke zusätzlich aufgelegt. Am Morgen hatte es 5 Grad Celsius. Ein Kontrastprogramm, drei Autosunden entfernt waren es noch 18 Grad in der Nacht.

Unser Campingpatz auf 2.800 Metern Höhe – für einen kühlen Kopf. Der lichte Wald zieht sich bis an den Rand des Grand Canyons hin, und dann geht es abrupt nach unten.

Die Bright Angel Lodge, unmittelbar am Rim gelegen, bietet beste Fernsicht. Wir haben die Sonnenterrasse für ein Mittagsschläfchen genutzt.

Blick in den Grand Canyon von der Nordseite aus. Auch auf der gegenüberliegenden Seite kann man gut erkennen, wie der flache Wald plötzlich zur Abbruchkante wird.

Auch in den Seitenarmen des Colorado bildeten sich die terrassenförmigen Abbrüche aus.

Man kann auch bis zum Colorado hinunterlaufen, allerdings muss man dann auch 1.800 Meter in der Mittagshitze wieder hinauf, das war uns dann doch zu viel.

Mit dem Stand der Sonne verändert sich das Licht im Canyon,  im Gegenlicht wirkt er besonders plastisch.

Ein Beispiel für ein sogenanntes Hoodoo, diese pilzförmigen Säulen bleiben stehen, wenn der Rest des Gesteins längst Opfer der Erosion geworden ist. Leider stehen sie in Gebieten, die nur mit Allradfahrzeugen erreichbar sind. Diese hier standen ausnahmsweise in Fußentfernung zu einem Highway.

 

 

 

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3 Antworten zu Die Mutter aller Canyons

  1. Rainer Glaab schreibt:

    Klasse Bilder, tolle Gegend, beeindruckend!
    Da möchte man doch das Wohnmobil gegen einen Gaul tauschen. Habt ihr schon den Schuh des Manitu gefunden?

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  2. Elly Schweibert schreibt:

    Ich finde die Bilder und die Kommentare dazu, echt klasse, schaue sie mir immer wieder an

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