Der Hitze entflohen

Ich will mich auf keinen Fall über das Wetter beschweren, seit knapp zwei Wochen sind wir in diesem Land und jeden Tag schien 14 Stunden lang die Sonne. Und das immer aus einem tiefblauen Himmel. Bei uns wird er nie so blau, bilde ich mir ein. Aber bei über 40 Grad hört das Sonnenanbeten auf. Es ist einfach zu schade, wenn man an interessanten Orten die schönsten Wanderungen nicht machen kann, weil es zu heiß ist.

Mit einem Zwischenstopp in der Nähe von Phoenix, dort auch noch mal 41 Grad und Kakteen, sind wir zum Oak Creek Canyon gefahren, südlich von Flagstaff,  in Arizona gelegen. In einer Höhe von 1.500 Metern und bei Mitte 20 Grad sieht die Welt wieder erfrischender aus. Wir hatten nur ein Problem: das Memorial Day Weekend nutzen Amerikaner gern für einen Ausflug ins Grüne und alle Stellplätze sind im Nu belegt. Mit viel Glück haben wir einen Platz erwischt, für den gerade eine Absage eingetroffen war. Und den haben wir dann gleich für drei Tage genommen. Die Gegend hier um Sedona ist abwechslungsreich und wir freuen uns auf interessante Wanderungen.

Der Canyon entstand wie die meisten anderen auch durch Erosion. In Urzeiten war das Gelände eine flache Hochebene. Flüsse haben sich in das Gestein gegraben und was sie übrig gelassen haben, ist äußerst pittoresk. Rote Sandsteinklippen, dichter Kiefernwald und Wasserläufe, die von den Anglern geliebt werden. Es gibt eine Vielzahl von Wanderwegen, die wir nicht für uns alleine haben, denn tatsächlich fallen am Wochenende hier Kurzurlauber ein wie die Fliegen. Die meisten Besucher sind übriges Amerikaner und zwar aus Arizona. Zumindest auf unserem Campground. Es gab nämlich an einem Abend eine Lehrstunde von einer Rangerin, freiwillig natürlich. Viele Mitcamper waren gekommen, die überwiegende Mehrheit sogenannte Hispanics aus Arizona. Auf anschauliche Weise hat die Rangerin Sinnesorgane von Menschen und Tieren verglichen.

In Tuscon gibt es diesen Flugzeugfriedhof. Hier warten an die 5.000 Militär- und Zivilmaschinen entweder auf eine Wiederverwertung oder die Verschrottung.

Der letzte Campingplatz in der Gluthitze, am Superstition Mountain bei Phoenix.

Bei der Arbeit

Nur zwei Fahrstunden liegen zwischen diesen beiden Bildern. Nach dem ersten Anstieg eine Stunde hinter Phoenix waren die Kakteen auf einmal weg, nur noch Mischwald.

Der Oak Creek Canyon ist was fürs Auge

Hier kann man nach Herzenslust wandern

Und am Wegesrand blühen die Blümlein

The Cathedral, der Hausberg von Sedona

Eine blühende Yucca vor dem Courthouse Butte. Die Amerikaner lieben es, ihren Naturdenkmälern aussagekräftige Namen zu geben.

 

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2 Antworten zu Der Hitze entflohen

  1. Geffke, Birgit schreibt:

    Übrigens wir wollen uns auch nicht über das Wetter beschweren, mit 33 Grad rund um Aschaffenburg lässt es sich aushalten- gute Weiterreise und freue mich schon auf die nächsten Bilder und Berichte.

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  2. Alex schreibt:

    Liebe Isa, lieber Martin,
    es ist für mich wieder ein Hochgenuss, euren Berichten und Bildern zu folgen! Danke dafür und meinen herzlichen Glückwunsch zu eurem Campmobil, da habt ihr aber ordentlich an Bewegungsfreiheit gewonnen im Vergleich zum letzten Jahr 😀 Habt weiterhin viel Freude!
    Liebe Grüße Alex

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