Jetzt wird´s stachelig

Denkt man an eine Wüste, so kommt bestimmt auch ein Kaktus vor. Wir sind mittlerweile in Arizona angekommen und hier ist der Kaktus Symbol auf allen möglichen Werbetafeln und Nummernschildern. Betrachtet man die ganz großen Kakteen, gibt es grundsätzlich zwei verschiedene. Die Saguaros sind schlank, werden bis zu 16 Metern hoch und brauchen 65 Jahre, bis der erste Seitenarm wächst. Also nix für den Vorgarten, ist dann eher was für die Enkel. Der Organ Pipe Cactus hingegen teilt sich schon am Boden in mehrere Arme. Die Blüten zeigt er nicht jedem, sie öffnen sich nur nachts und schließen sich bei Tagesanbruch wieder. Für beide Kakteenarten wurde je ein Park errichtet. Wir besuchten zunächst das Organ Pipe Cactus National Monument.

Dieser Park liegt unmittelbar an der Grenze zu Mexiko. Die Orgelpfeifenkakteen wachsen  hauptsächlich in Mexiko, auf dem Gebiet der USA umfasst das Verbreitungsgebiet nur diesen kleinen Park hier. Mehr würden momentan auch nicht über die Grenze kommen, die Kontrollen der Border Patrol sind hier allgegenwärtig.

Bisheriger Hitzerekord auf dieser Reise: 41 Grad Celsius. Im fahrenden Wohnmobil gibt es eine Klimaanlage, wenn wir stehen, öffnen wir alle Fenster, mehr geht nicht. Und Schatten gibt es auch nicht, stellt euch mal vor, wieviel Schatten so ein Kaktus wirft. Und sonst gibt es hier nichts. Also gilt: kleiner Spaziergang kurz vor Sonnenuntergang oder gleich morgens um sechs. Dazwischen Agonie. Oder Autofahren. Trotzdem, diese Kakteenlandschaft ist sehr beeindruckend, und als Kulisse gibt es zerklüftete Bergzüge. Und wenn man den Scenic Drive mit dem Auto abfährt, lässt sich auch die Hitze aushalten.

Wir wechseln dann in den Saguaro National Park, der liegt fast am Stadtrand von Tucson und bietet – Kakteen von der schlanken, ranken Sorte.

Übrigens, falls ihr euch wundert, warum die Beiträge so unregelmäßig kommen, so liegt das daran, dass ich Strom und Netz brauche und beides nicht immer zur Verfügung habe. Dann schreibe ich schon mal auf Vorrat und lade dann nur noch hoch. Bis bald!

Diese Straße führt direkt nach Süden, zum Organ Pipe Cactus National Monument – und nach Mexiko.

Hier ein Prachtexemplar des Orgelpfeifenkaktus.

Majestätisch dagegen die Saguaros. Übrigens 2017 von der deutschen Kakteengesellschaft zum Kaktus des Jahres gewählt.

Der Saguaro zeigt seine Blüten auch tagsüber, den Touristen zuliebe.

Blick vom Campingplatz nach Süden, der Ort im Hintergrund liegt bereits in Mexiko.

Wenn einem dieses Missgeschick passiert, hat man zwei Probleme. Erstens: wie bekomme ich den Kaktus vom Bein, ohne mir in die Finger zu stechen? Zweitens: wie bekomme ich die Stacheln wieder aus dem Bein  heraus? Nur soviel: wir haben immer eine Pinzette dabei und Smartphones sind ja heutzutage die perfekten Lupen. Es floss allerdings Blut, denn diese Stacheln haben extreme Widerhaken. Und dann möchte ich mal den kennenlernen, der diesem Kaktus den Namen „Teddybear  Cholla“ gab. Mein dringender Rat: nicht kuscheln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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2 Antworten zu Jetzt wird´s stachelig

  1. Christina schreibt:

    Iab einem gewissen Alter sollte man mmer schön vor die Füße schauen😎
    Also die Landschaft ist schon gewöhnungsbedürftig,, Kakteen und 41 Grad das lädt nicht gerade zum Verweilen ein, weiterhin gute Reise!

    Liebe grüße christina

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    • isareiseblog schreibt:

      Liebe Christina, du hast natürlich recht, das ist hier nichts für Schattenparker. Uns ist es auch zu heiß, wir drehen ab nach Norden und versuchen, höher gelegene Regionen aufzusuchen.
      Ein Danke schön auch an euch alle, die ihr fleißig lest und kommentiert. Freue mich immer über euer Feedback. Eure Reiseisa.

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