Ein Nationalpark für einen Baum

Genau genommen ein Park für viele Bäume von der gleichen Sorte und zwar für die Joshua Trees. Ein Baum aus der Familie der Yuccas, der seinen Namen den Mormonen verdankt. Ich weiß nicht, ob es die Hitze war, die ihnen zu Kopf gestiegen ist – im Park wird es im Sommer dauerhaft um die 50 Grad heiß – jedenfalls dachten die Mormonen beim Anblick dieser Yuccas gleich an Joshua, der die Arme gen Himmel streckt und sein Volk ins gelobte Land führt. Ich denke bei Joshua Tree natürlich zuerst an U2, schon immer mein Lieblingsalbum dieser Band.

Und auch eine geologische Besonderheit macht diesen Park interessant: rund geformte Granitfelsen, die von der gelben Farbe her eher an Sandstein erinnern. Die ungewöhnlichen Formen entstanden durch Erosion. Tatsächlich war die Oberfläche zunächst eben, dann bildeten sich wabenförmige Einschlüsse und kaum waren 250 Millionen Jahre rum, blieben kugelförmige Brocken übrig. Irgendwann sind die auch weg, aber das erleben wir nicht mehr.

Besonders schön gelegene Campingplätze direkt an diesen malerischen Felsen machen den Park für einheimische Wochenendtouristen interessant, immerhin liegt Los Angeles nicht allzu weit weg. Wir mussten die erste Nacht, es war auch noch die Samstagnacht, auf einen weniger malerisch gelegen Platz ausweichen. Der hatte allerdings den Vorteil, dass man den Sternenhimmel besonders gut beobachten kann. Um uns herum wurden riesige Spektive ausgepackt und wir haben uns das Lagerfeuer verkniffen, denn zum Sternegucken kann man kein Streulicht gebrauchen. Und dann haben wir eine riesige Sternschnuppe gesehen, vielleicht war es auch ein Komet. Und prompt ging mein Wunsch in Erfüllung: am nächsten Tag  bekamen wir den erträumten Campingplatz direkt in den Felsen.

Mit dem Wandern haben wir uns etwas zurückgehalten, bei knapp 40 Grad wird auch davon abgeraten. Gegen Abend gab es einen malerischen Rundweg, der war nur 800 Meter lang, den haben wir gerade noch geschafft. Eigentlich sollte es im Mai noch nicht so heiß sein, aber wir haben hier eine kleine Hitzewelle erwischt. Immerhin kühlt es nachts etwas ab, so dass man trotzdem gut schläft.

Die Hände, zum Himmel….

Die Blütezeit der Joshua Trees war schon vorbei, also habe ich die Fruchtstände fotografiert.

Hier hat sich eine Agave hineingemogelt.

Voilà: unser Traumcampingplatz

Während ich fotografiere,  ist Martin für die bewegten Bilder zuständig.

 

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