… ist eindeutig besser als dem Regen beim Trommeln aufs Camperdach zuzuhören. Beides haben wir im Kootenay National Park erlebt. Wollt ihr noch mehr wissen? Bitte schön. Der Park erstreckt sich entlang einer 150 km langen Straße in Nord-Süd Richtung. Gleich am Anfang steht das Schild: No Cell Service for 150 km. Daher kann ich erst heute wieder schreiben. Das Wetter war durchwachsen, Sonne, Regenschauer sowie ein kompletter Regentag. Da haben wir in einer kleinen Regenpause zweimal den Camper verlassen, mussten aber bald wieder umkehren. Im Regen wandern macht einfach keinen Spaß. Nach zwei Tagen kam der Sommer zurück und wir konnten alle Sehenswürdigkeiten und die empfohlenen Wanderungen machen. Man muss eben nur lange genug an einem Ort bleiben, dann kann man nichts verpassen.

Ein breiter Fluss durchquert den Park, eingerahmt von den Gipfeln der Rocky Mountains. Offenes Land gibt es nicht, der dichte Wald zieht sich die Berghänge hinauf auf bis zu 2.000 Meter Höhe. Aussichtspunkte gibt es daher nur wenige, allerdings stimmt dies nur teilweise, denn der Park wurden in den letzten 20 Jahren immer wieder von Waldbränden heimgesucht. Auf einmal tut sich eine andere Landschaft auf, wenn „keine Bäume mehr die Sicht versperren“. Natürlich sind wir bestürzt über die riesigen Flächen, wo verbrannte Baumstämme wie Mahnmale in der Landschaft stehen. Wir haben mit einer Rangerin gesprochen und sie hat ihre Sichtweise erklärt und die Geschichte von der Erneuerung des Waldes erzählt. Das stimmt zwar, aber die Häufigkeit und das Ausmaß der Brände in den letzten 20 Jahren haben drastisch zugenommen. Wir haben ein kanadisches Rentnerpaar kennengelernt, die in Price George inmitten der Natur leben. Sie haben einen geräumigen Wohnwagenanhänger und immer einen vollen Tank, damit sie ihr Haus im Falle eines Waldbrandes jederzeit schnell verlassen können.
Hier nun die Bilder aus dem Kootenay National Park.

Am Marble Canyon hat sich ein kleiner Bach bis zu 40 Meter tief ins Gestein eingegraben und marmorähnliche Formationen geschaffen.

Am Kootenay River

Der Weg zu den Paint Pots führt durch einen ockerfarbenen Sumpf. Freundlicherweise gibt es einen Boardwalk, wäre sonst eine sehr schlammige Angelegenheit geworden.

Die intensive Farbe ist auf den hohen Eisengehalt zurückzuführen. Früher wurde der Schlamm zum Färben genutzt.

Der erste Platz im Park, mitten im Wald, Dinner ist gleich fertig, die Steaks auf dem Feuer brauchen noch etwas.

Nicht der Hase, aber zumindest der Fuchs sagt gute Nacht.

Zu den Wanderungen müssen wir meistens den Fluss überqueren.


Hier sieht man die Folgen der Waldbrände, alles kahl, das Unterholz wächst nach.


Gerade an den Stellen, wo es gebrannt hat, findet man oft die meisten Wildblumen, hier eine Waldlilie.

Und diese Schönheit heißt Scarlet paintbrush. Ich will nicht klugscheißen, das habe ich in meiner Naturapp nachgeschaut.

Das nächste Wetter zieht auf, schnell zurück zum Camper.

Im Frühtau zu Berge wir geh´n fallera…

Der Dog Lake ist unser Ziel.

Sehr einsam gelegen, hat sich gelohnt. Vor allem, dass wir früh genug aufgebrochen waren, denn das Ziel scheint sehr beliebt zu sein. Wir hatten den See noch für uns allein.

Zurück wieder über diese schwankende Brücke.

Und dies ist der bisher schönste Platz unserer Reise, direkt am Kootenay River gelegen.

Der Blick vom Vorgarten auf den Fluss.

Essen ist fertig, diesmal kein Steak, sondern das zweitmeiste Gericht unserer Reise: Spaghetti Bolognese.

Das Abendlicht macht die Farben besonders intensiv, es war nicht Photoshop!

Am Lagerfeuer sitzen und dem Fluss lauschen, besser geht´s nicht.

Der Olive Lake, wir finden, er sollte Türkis Lake heißen.

Am südlichen Ende des Kootenay Parks fährt man durch diese Schlucht und erreicht den kleinen Ort Radium Hot Springs und ist zurück in der Welt der mobilen Kommunikation.

Wunderschöne Fotos
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Liebe Isa, wir wundern uns ab und an, wenn es ein paar Tage keinen Post gibt. Ganz schnell machen wir uns Sorgen und hoffen, dass ihr wohlauf seid. Was sind wir doch verwöhnt von der Netzversorgung! Denn an ein 150 km Netz-Loch denkt so schnell keiner. 😀 Sehr schöne Eindrücke! Liebe Grüße aus Schweden! Sollte es mal Regnen und du hast Lust auf Skandinavische Eindrücke, dann kannst du in der Journi App schnüffeln, liebe Grüße Alex
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Liebe Isa, wir wundern uns ab und an, wenn es ein paar Tage keinen Post gibt. Ganz schnell machen wir uns Sorgen und hoffen, dass ihr wohlauf seid. Was sind wir doch verwöhnt von der Netzversorgung! Denn an ein 150 km Netz-Loch denkt so schnell keiner. 😀 Sehr schöne Eindrücke! Liebe Grüße aus Schweden! Sollte es mal Regnen und du hast Lust auf Skandinavische Eindrücke, dann kannst du in der Journi App schnüffeln, liebe Grüße Alex
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