Badlands sind für uns Goodlands

Neben den weitläufigen Prärien gibt es in Nordamerika die sogenannten Badlands. Es handelt sich dabei um zerklüftete Lehm- und Sandsteinformationen, die durch Erosion entstanden sind. Was dieses „schlechte Land“ so sehenswert macht, ist das Farbenspiel der unterschiedlichen Gesteinsarten. In Kanada ziehen sich die Badlands in einem etwa 1000 km langen Streifen entlang des Red Deer und des Milk Rivers bis an die amerikanische Grenze. Unsere erste Nacht mit unserem Camper verbringen wir auf einem idyllischen Platz am Red Deer River mit Blick auf die wellenförmigen Hügel. Den Abend können wir noch draußen sitzen, dann beginnt es zu regnen und hört auch so schnell nicht wieder auf. Die Hoodoos können wir uns auf unserer Fahrt zum Dinosaurier Provincial Park nur in einer kurzen Regenpause anschauen. Diese farbenprächtigen, pilzförmigen Felsnadeln kommen ohne Sonnenlicht nicht wirklich zur Geltung. 

Die Sicht war noch etwas getrübt durch Rauch, der von den Waldbränden im Norden des Landes in südliche Richtung geweht wurde. Der Wind hat sich wieder gedreht und jetzt haben wir wieder gute Sicht.

Unterwegs stoppen wir an einer Ansammlung Hoodoos, wie diese Felsennadeln genannt werden. Es hat den ganzen Tag geregnet, aber wir konnten eine kurze Regenpause für einen kleinen Rundgang nutzen.

Nun hoffen wir auf besseres Wetter für den nächsten Park in den Badlands, dem Dinosaurier Provincial Park. Es handelt sich um eine der wichtigsten Fundstellen für versteinerte Dinosaurier Skelette. Seit den Fünfziger Jahren wurden hier über 300 komplette Dinosaurier Skelette ausgegraben und über 30 neue Spezies entdeckt. Bis heute finden hier Ausgrabungen statt. Da dürfen wir natürlich nicht hin, aber es gibt einen schönen Rundweg mit tollen Ausblicken in die Erosionslandschaft. Und einen wunderschön gelegenen Campingplatz, Grund für uns, diesen Park aufzusuchen.

Schattiger Platz unter Bäumen, wird jetzt wichtig, denn der Regen hat sich verzogen.

Viele Wege im Park sind noch nicht begehbar, denn der Untergrund ist glatt wie Schmierseife, da geht man nicht durch eine Felsenlandschaft.

Zwei Tage lassen wir uns Zeit für den Writing on Stone Provincial Park, nahe der amerikanischen Grenze. Der Campingplatz liegt am Ufer des Milk River und die Attraktion sind hier wieder die erodierten Felsnadeln, diese Hoodoos. Wir gehen früh los, in der prallen Sonne wird es recht heiß. Den Nachmittag können wir auf unserem schattigen Campingplatz verweilen. Und ich versuche ständig, eine stabile Internetverbindung zu erwischen, nicht ganz einfach in dieser dünn besiedelten Gegend. Wenn ihr das hier lest, hat es geklappt.

Erstmal einen Überblick von oben gewinnen, morgen gehen wir durch die Felsenlandschaft entlang des Flusses.

Hinter uns endlose Prärie, aber landwirtschaftlich genutzt, keine Bisons mehr!

Frühstück am Freien, so beginnt der Tag perfekt.

Frisch gestärkt beginnen wir unsere Wanderung zu den Hoodoos.

Zwei Pilzköpfe und ein Hoodoo

Am Milk River, unter den Bäumen im Hintergrund befindet sich unser Campingplatz.

Aus dem Felsen entspringen Blümchen.

Der Hirschsprung

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2 Responses to Badlands sind für uns Goodlands

  1. Avatar von Birgit Birgit sagt:

    euch einen wunderschönen Urlaub liebe Isa und Danke für den Blog, haben schon darauf gewartet

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  2. Avatar von Alexandra Berg Alexandra Berg sagt:

    Hallo ihr Pilzköpfe, euer Frühstückstisch ist ein Traum! So kann ein Urlaubstag beginnen 😍 Und die Hoodoos sehen sehr interessant aus und stehen euch total gut, liebe Grüße, Alex

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