Wetterberichte für die Färöer Inseln sind unnötig, denn sie stimmen nicht. Es lassen sich einfach keine belastbaren Vorhersagen erstellen, wenn die Inseln ständig ihr eigenes Wetter machen. Steile Bergwände halten entweder Wolken ab oder halten sie fest, Niederschläge sind an der Tagesordnung. Alles kein Problem, wenn man sich wetterfest anzieht und nicht den Anspruch hat, die schönsten Fotos zu schießen. Eine Färingerin erklärte mir mit Blick auf ein „Postkartenfoto“ mit Sonne und blauem Himmel, dies sei kein typisches Bild von der Insel, das sei austauschbar und nichtssagend. Die Färöer seien eben wolkenverhangen und nieselig, alles andere habe nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Aha. Hier also meine Fotos ohne Sonne.

Die Grassodendächer sieht man häufig, auch auf Neubauten oder größeren Zweckbauten.

Typisch für die Färöer sind schwarz gestrichene Häuser und rote Fenster. Historische Holzbauten werden geteert, um sie haltbar zu machen.



Das bekannteste Fotomotiv der Färöer, hierhin führt erst seit 2006 eine Straße, vorher gab es nur einen steilen Bergpfad in das abgelegene Dorf.

Wasserfälle gibt es unzählige, über jeden Berghang strömen gewaltige Wassermassen zu Tale.

Im Hafen der Hauptstadt Torshavn, letzter Stadtbummel, heute Abend legt unsere Fähre nach Dänemark ab. Und damit geht auch diese Reise in den hohen Norden zu Ende. Es gab unglaublich vielfältige landschaftliche Sehenswürdigkeiten, die uns immer wieder begeistert haben. Übrigens auch auf den Färöern, wir haben den Aufenthalt durchaus genossen, das mit dem Wetter musste ich einfach mal loswerden, trotzdem überwiegen im Rückblick natürlich die tollen Ein- und Ausblicke in eine für uns ungewöhnliche Welt.
Der Norden ist ein Ziel für Individualreisende, und es ist ein teures Ziel. Island ist neuesten Untersuchungen zufolge für Deutsche das teuerste Urlaubsland überhaupt. Im Durchschnitt zahlt man 50% mehr als zu Hause, manchmal sogar 100%. Also einmal hinfahren, genießen, sich möglichst oft selbst verpflegen und dann von den Erinnerungen zehren.
Für alle, die virtuell mitgereist sind, herzlichen Dank für eure Reisebegleitung und uns allen wünsche ich jetzt einen angenehmen Sommer ohne zu viele Rekorde. Bye, bye.

Liebe Isa,
diese Impressionen sind auch ohne Sonne wunderschön. Ich vermute die Inselbewohnerin hat Recht. Mit Sonne wären sie wohl nicht so mystisch, denke ich.
Danke fürs Mitreisen dürfen, es war wieder wunderschön. Kommt gut nach Hause, wir freuen uns schon sehr, euch bald zu treffen
Liebe Grüße, Alex
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Es war wieder spannend und mit wunderbaren Bildern. Vielen Dank, dass wir wieder „mitreisen durften“.
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