Nicht nur dass Island von Wasser umgeben ist und dass es öfters regnet, Wasser ist hier irgendwie überall. Besonders reizvoll ist es, wenn es Felsen hinunterstürzt. Mit der fotografischen Umsetzung habe ich mich heute eine zeitlang beschäftigt, denn auf dem Weg von Isafjördur an die südliche Küste der Westfjorde haben wir einen der bekanntesten Wasserfälle des Landes passiert, den Dynjandi. Und wir hatten Glück, dass uns heute kein Kreuzfahrtschiff in die Quere gekommen ist, denn dann wird es voll an diesem sonst eher ruhigen Ort. Obwohl wir es den Kreuzfahrern wohl zu verdanken haben, dass es auf dem Parkplatz am Wasserfall beheizte Wassertoiletten gibt, mitten in der Einsamkeit.

Der Dynjandi Wasserfall aus der Entfernung, 100 Meter hoch und bis zu 60 Meter breit.



Nachzutragen wäre noch, dass das Essen in diesem so vollmundig empfohlenen Restaurant in Isafjördur ausgezeichnet war. Bevor das Buffet eröffnet wurde, stellte der Koch seine komödiantischen Fähigkeiten unter Beweis, hat uns erklärt, wie man sich am Buffet bedient, wo man sich anzustellen hat und ähnliches mehr. Auf isländisch klang das sehr lustig, aber er hat es dann noch einmal auf englisch vorgetragen. Acht verschiedene Sorten fangfrischen Fisch gab es, jeder sehr lecker und unterschiedlich zubereitet. Eine bessere Fischsuppe habe ich noch nicht gegessen. Ein versöhnlicher Ausklang eines etwas verunglückten Tages.
Und am nächsten Tag war es endlich mal trocken und weniger windig, das haben wir für eine Wanderung zu einem – was sonst – Wasserfall genutzt. Es gab einen gut markierten Weg. Das ist hier im Gelände wichtig, denn überall ist es sumpfig und nass, man steht sofort im Nassen, sobald man abseits der Straßen laufen will. Und in den kleinen Orten mit wenig Tourismus hat scheinbar niemand Lust dazu, Wanderwege für die wenigen Besucher anzulegen.

Durch dieses Tal sind wir bis zum Ende gelaufen, ohne kleine Holzbrücken wäre das nicht möglich gewesen. Das waren dann acht Kilometer hin und zurück.


Unser Glücksbringer heute: der Regenbogen.

Und an dieser Bucht steht unser Gästehaus, wo wir heute übernachten. Wieder sehr ländlich, unsere Vermieterin ist wohl die Bäuerin von nebenan. Und wir haben Meerblick.
