Die Meteorologie und wir

Unser letzter Tag in Südtirol beginnt mit Gewitter und Regen, also können wir erst am Mittag losziehen. Unser Ziel ist heute die Seceda, ein 2.519 m hoher Berg bei St. Ulrich. Wir nehmen die Seilbahn nach oben und wollen über die Alm zurückwandern. Es ist nicht gerader strahlender Sonnenschein, aber nach dem Regen ist die Sicht jetzt sehr gut, die Luft ist klar und es hat auch etwas abgekühlt. Kurz bevor wir den Gipfel erreichen, passiert etwas Unglaubliches. Eben noch haben wir den Blick in die umliegende Bergwelt genossen, und plötzlich, wie aus dem Nichts, schieben sich Wolken die Bergwand empor. In zwei Minuten ist alles dicht, wir stehen im Nebel und sehen – nichts! So ratlos waren wir selten. Der Berg fällt nach Norden hin steil ab, daher wurde eine Brüstung errichtet und da stehen wir jetzt und warten. Nach einiger Zeit entstehen kleine Lücken, Teile des Abbruchs werden sichtbar, aber wie von Geisterhand gesteuert steigen immer wieder neue Wolken den Steilhang zu uns empor. Ist doch klar, unten ist die Luft wärmer, der Wind weht sie am Hang entlang nach oben, sie kühlt ab und schon sind die Wolken da und nehmen uns die Sicht. Der Wind wird dann etwas schwächer und wir können unsere Wanderung fortsetzen, es kommen auch wieder Berge zum Vorschein. Aber den besten Ausblick vom Gipfel der Seceda haben wir leider verpasst. Der Weg zurück über die saftig grünen Almen und die Tatsache, dass es wenigstens nicht regnete, hat uns entschädigt.

Auf dem Weg nach oben Blick auf den Langkofel, diesmal von deren anderen Seite.

Der Nebel hat sich gelichtet, wir können wieder etwas weiter gucken.

An der Kante zum Steilhang hört die Alm ganz plötzlich auf…

… und jetzt sieht man den Weg auch wieder.

Rückweg über die Alm.

Und irgendwann zeigte sich auch die Sonne nochmal kurz.

So, das waren die letzten Bilder aus Südtirol, morgen geht es weiter in Richtung Süden. Lasst euch überraschen!

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