Charnley River Station

Der Abstecher zur Charnley River Station führte uns etwa 50 km von der Gibb River Road ins Herz der Kimberleys. Wir dachten, so eine Rinderfarm ist ja auch mal ganz interessant. Nebenbei bemerkt gibt es in Australien wunderbar saftige Steaks zu kaufen, mir läuft schon das Wasser im Munde zusammen wenn ich nur daran denke.

Als wir ankommen, empfängt uns eine sehr freundliche Lorrie, die uns erläutert, dass wir hier in einem riesigen Naturschutzgebiet sind. Die Farm wurde von einer privaten Tierschutzorganisation aufgekauft. Ziel ist es, einheimische Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren. Großes Problem sind Wildkatzen, die von Europäern eingeführt wurden und hier keine natürlichen Feinde haben. Es gibt mittlerweile mindestens 5 Mio von dieser Raubkatze in ganz Australien, lediglich Dingos können es mit ihnen aufnehmen. Dummerweise haben die die Angewohnheit, im Rudel Rinderherden aufzumischen und Tiere zu erlegen. Das wiederum gefällt den Farmern nicht, sie erschießen die Dingos. Wir hoffen sehr, dass es gelingt, das Gleichgewicht in der Tierwelt wiederherzustellen. Es gibt sogar schon einen riesigen Katzenschutzzaun.

Die Charnley River Station ist ein Traum, ausgedehnte Flächen und eine reiche Tierwelt. Wir werden gleich am Anfang von einem Waran begrüßt, der wird momentan von Lorrie gefüttert, weil der nahe gelegene Fluss ausgetrocknet ist.

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Die Station umfasst 90.000 Hektar, ich glaube, man könnte tagelang darin herumfahren. Entsprechend großzügig ist auch der Campingplatz bemessen. Ganz weit hinten seht ihr unseren Landcruiser.

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Wir bekommen ein Skizzenblatt mit Ausflugstipps, die wir gerne befolgen. Zumal bei jedem Ziel immer ein Badepool lockt. Ein Wermutstropfen, der betrifft mich und meine Kamera: die Bilder haben auf einmal Querstreifen, ich fürchte, da ist etwas defekt, was sich so leicht nicht beheben lässt. Das nächste Fotofachgeschäft befindet sich in Alice Springs, bis dahin leiht mir Martin freundlicherweise sein Smartphone. Alle Fotos ab hier sind also mit dem Galaxy S 5 fotografiert.

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Hier seht ihr die Dillie Gorge, es war etwas schwierig, den Einstieg zu finden, aber zum Schwimmen traumhaft. Wir wollten gar nicht wieder raus aus dem Wasser. Wir hatten vorher gefragt, wo sich die Krokodile derzeit aufhalten. Lorrie meinte, sie seien im Fluss, aber der ist ausgetrocknet und so genau wüsste sie jetzt nicht,  wo die sind. Aber an den Badepools hätte sie noch niemand gesehen. Das fanden wir sehr beruhigend.

Der nächste Pool war etwas schwieriger zu erreichen, erst eine lange, senkrechte Leiter hinunterklettern und dann in die Schlucht absteigen.

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Hier wäre ich irgendwann umgekehrt, die Felsvorsprünge waren sehr hoch und meine Beine zu kurz, da ging es manchmal nur auf allen Vieren vorwärts. Aber als ich diesen Blick nach unten hatte, war klar, da muss ich hin, egal, ob ich wieder zurück komme.

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Ein traumhafter Badeteich, mit Palmen und Felsen außen herum und alles für uns alleine. So muss es im Paradies gewesen sein, allerdings würden wir hier verhungern, insofern Eva nicht mit dem Apfel käme.

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Eva kam also nicht und irgendwie ging es auch wieder zurück. Wenn man von unten nach oben klettert, sieht man doch den einen oder anderen kleinen Vorsprung, wo man einen Tritt findet oder sich festhalten kann. Ein tolles Erlebnis, der Vollständigkeit halber sei noch gesagt, dass es sich um die Grevillea Gorge handelte, obwohl ich das Wort Gorge  vermeiden wollte, weil ihr es bestimmt nicht mehr hören könnt..

Zurück am Campingplatz, haben wir dann die Tiere um uns herum beobachtet, überall hüpften Kängurus herum, die könnte ich stundenlang beobachten.

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