Er nennt sich Glacier National Park Kanada, nicht zu verwechseln mit dem Glacier Park in Montana/USA. Er ist sowohl ein Natur- als auch ein Historischer Park. Denn der 1.300 Meter hohe Rogers Pass spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Schienenverkehrsnetzes von Kanadas Ost- zur Westküste. Der Rogers Pass wurde 1881 entdeckt und bald darauf die Bahnstrecke gebaut. Neben dem Warentransport wollte die Canadian Pacific Railway auch Passagiere befördern und zwar vor allem die Wohlhabenden. Diese frühen Touristen mussten in der Wildnis verköstigt und auch untergebracht werden. Daher wurde bereits 1892 Glacier House gebaut, das erste Luxushotel in der unberührten Bergwelt. Ein Vorläufer der weltbekannten Hotels Lake Louise und Banff Springs. Allerdings wurde es bereits 1920 wieder geschlossen, heute sind nur noch Ruinen zu sehen. Die Straßenverbindung von Ost nach West wurde mit dem Transkanada Highway 1 erst in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut.
Die Gletscher verstecken sich vor den meisten Besuchern, sie sind nur nach stunden- oder tagelangen Wanderungen zu erreichen, wir haben uns die Schneegipfel von moderaten Wanderwegen aus betrachtet. Die Hochgebirgslandschaft ist grandios, neben dem Highway gehen die Hänge steil nach oben, man muß ein Tal oder einen Flusslauf suchen, um langsam aber stetig bergauf gehen zu können. Das Visitor Center hält entsprechende Informationen bereit und hat uns zudem mit einer übersichtlichen Wanderkarte ausgestattet.

Sehenswerte Berggipfel meist um die 3.000 Meter hoch.

Unser kleiner aber feiner Campingplatz für drei Nächte.

Die Passhöhe des Rogers Pass mit Gedenktafeln zur Entwicklung des Eisenbahnverkehrs.

Auf dem Great Glacier Trail. Der bekannteste Wanderweg führte einst bis zum Gletscher, das war in den Zwanziger Jahren. Heute, hundert Jahre später, hat sich der Gletscher so weit zurückgezogen, dass man ihn am Endpunkt des Weges nicht mehr sehen kann. Nur noch über erwähnte Extremwanderungen. Es ist gut, dass dies auf der Wandertafel am Anfang des Weges geschrieben steht, dann werden keine falschen Erwartungen geweckt. Die Wanderung war anspruchsvoll und im letzten Drittel steil und felsig, aber wir haben es geschafft, das Talende war auch ohne Gletscher sehenswert.


Suchbild: wer findet Martin?

Geschafft!

Die Ruinen des Glacier House

Die Wanderung zum Grizzly Creek war nicht so fotogen, es fing dann an zu regnen und ich habe den Fotoapparat weggepackt.

Hier laufen wir den Rock Garden Trail. Der macht seinem Namen alle Ehre.


Und zuletzt noch ein Blümchen, mit dem wunderschönen Namen „Gelber Silberwurz“.
