In den Bergen ändert sich das Wetter sehr schnell, das weiß man. Nach dem Lagerfeuer im Schnee hat hier der Frühling Einzug gehalten. Der Schnee ist sehr schnell weggetaut und die Wanderwege waren Ruck zuck wieder trocken und ohne Matschschuhe begehbar. Alle Empfehlungen von der netten Dame im Visitor Center haben wir abgewandert, in einer traumhaft schönen Seen- und waldreichen Hochgebirgslandschaft. Der Park ist sehr gepflegt, an jedem Wanderparkplatz gibt es Toilettenhäuschen, natürlich meist ohne Wasserspülung, und oft auch Picknickbänke. So haben wir drei geruhsame Tage weit ab vom Weltgeschehen verbracht.






Die Tierwelt ist aufregend, wir befinden uns hier in der Bärengegend. Überall wird darauf hingewiesen, dass man keinen Abfall liegenlassen darf. Nach den Mahlzeiten also alles spülen und die Reste in einen bärensicheren Abfallbehälter werfen. Es handelt sich um wilde Tiere, keine Teddys. Das konnten wir hautnah erleben, als wir eine Bärenmutter mit ihren Jungen direkt neben der Straße entdeckten. Wir konnten gerade noch die Cameras zücken, natürlich vom Auto aus, da kam schon eine Rangerin angefahren und bat uns, weiterzufahren. Die Tiere sollen nicht an Autos gewöhnt werden. Und in den Autos sitzen oft Menschen, die versuchen, die niedlichen Tiere zu füttern, auch wenn das mit sehr hohen Strafen belegt ist. Wir sind natürlich sofort weitergefahren, für zwei Fotos hatte es gerade so gereicht.



Dieses Tierchen kann unbedenklich beobachtet werden, es läuft von alleine weg, wenn man ihm zu nahe kommt. Es handelt sich um ein Ziesel. Das ist kein Schreibfehler. Ein Ziesel ist ein Erdhörnchen.

Noch näher kam uns dieses flinke Tierchen, ein kleines Streifenhörnchen. Streicheln und füttern verboten, aber es war schneller wieder weg als ich es auf meinem Fuß beobachten konnte.
