Wasser und Eis

Wir sind heute noch einmal ein Stück zurückgefahren, um den Svartifoss anzuschauen. Wir haben also immer noch nicht genug von Wasserfällen. Aber jeder ist eben auf seine Art besonders. Beim Svartifoss sind es die eckigen Basaltsäulen. Wir waren gestern schon mal hier und haben eineinhalb Stunden im strömenden Regen gewartet, dann war unsere Geduld zu Ende. Wir sind die Ringstraße weiter Richtung Osten gefahren und nach 20 km hörte der Regen auf und der Boden war knochentrocken. Es hatte dort nicht einmal geregnet und es würde auch nicht mehr regnen. Als sind wir heute bei Sonnenschein noch einmal zum Svartifoss gefahren und dieses mal ging es gut, die Sicht war besser als die Tage zuvor und wir haben den Fall nach einer kleinen Wanderung erreicht. Allerdings konnten wir nicht ganz nah herangehen, weil der Weg gerade ausgebessert wurde.

Der Svartifoss war aller Mühen wert, wie ich finde. Es gibt einen Mitreisenden, der das nicht so sieht.

Überall in Island werden Lupinen ausgesät, um erosionsgeschädigte Flächen abzudecken und die Bodenqualität zu verbessern. Im Juni eine Augenweise, ganze Hänge sind bedeckt mit den lilablühenden Pflanzen.

Hier hatten wir angehalten, um Lupinen zu fotografieren und zu filmen. Was wir nicht wussten: hier nisten Küstenseeschwalben und die verteidigen ihre Brut aufs heftigste. Hitchcock lässt grüßen. Ich habe mich dann gar nicht getraut auszusteigen, denn diese Biester greifen den höchsten Punkt an, also den Kopf. Martin hatte Glück, er hat nur einen Vogelschiss abbekommen.

Lupinen vom Auto aus fotografiert…

Da sich heute die Sonne etwas gezeigt hat, sind wir noch einmal zum Gletschersee Jökulsarlon gefahren. Die Eisberge sehen immer wieder anders aus, manchmal brechen sie auseinander oder sie verkeilen sich ineinander.

Eine Kegelrobbe inmitten von Eiderenten

Und man sieht immer wieder Shootings, hier ein ganz besonderes, das Hochzeitsfoto im do-it-yourself Verfahren. Die Braut hatte einen Fernauslöser in der Hand, gab das Kommando zum Lächeln und drückte dann ab.

Und nun endlich der Diamond Beach. Hier landen alle Eisbrocken im Meer, oder das, was von ihnen übrig bleibt, mal mehr, mal weniger.

Die Ringstraße im Süden ist landschaftlich ein Highlight, bis auf einige Passagen, die durch eine Schwemmlandebene führen. Und die Gletscher reichen oft nah an die Straße heran.

Unser Zuhause für zwei Nächte, die Hütte links, diesmal ohne Küche und mit Frühstück im Haupthaus.

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