Die Top drei, Pingvellir, Geysir und Gullfoss

Der bekannteste Tagesausflug von Reykjavik aus führt über den sogenannten Golden Circle zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Alle haben damit zu tun, dass Island eine der tektonisch aktivsten Zonen der Erde ist. Das zeigt auch der jüngste Vulkanausbruch in der Nähe von Reykjavik, aus einer Erdspalte fließt rotglühende Lava, was eine Sperrung der Blauen Lagune zur Folge hat. Das gesamte Gebiet ist weiträumig abgesperrt und als Tourist bekommt man keine Lava zu Gesicht. Es sei denn, man bucht einen Hubschrauberrundflug. Das haben wir uns verkniffen, so sensationslustig sind wir nun auch wieder nicht. Es breitet sich durch den Ausbruch eine Gaswolke aus, bis etwa 100 Kilometer ins Landesinnere, ist wohl nicht so gesund. Und wir dachten, es sei Nebel!

Die erste Sehenswürdigkeit auf dem Golde Circle ist eine Erdspalte, die sich zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte auftut. Pro Jahr bewegen sich die Platten 1 bis 2 cm auseinander. Und da sie das schon sehr lange tun, so in etwa seit 10.000 Jahren, ist mittlerweile eine unübersichtliche Grabenbruchzone entstanden, die zum Nationalpark erklärt wurde. Einige Spalten sind mit Wasser gefüllt und ganz Mutige können hindurch schnorcheln oder tauchen. Die Wassertemperatur beträgt etwa 3 Grad. Da fehlte mir dann doch der Mut.

Links ist die nordamerikanische Platte und rechts die eurasische Kontinentalplatte.

Hier ist die Spalte zwischen den beiden Platten schon recht groß.

Um den Geysir zu bewundern, braucht es weniger Mut, nur etwas Geduld. Alle 5 bis 10 Minuten hat sich genug Druck aufgebaut, so dass eine Wasserfontäne emporschießt. Gar nicht so einfach, den genauen Zeitpunkt zu erwischen, wenn man die Dampfglocke fotografieren möchte. Wenn der Druck mit einem dumpfen „Puff“ entweicht, ist es schon zu spät. Hier mein Versuch:

Bis zu 20 Meter hoch sind die Wasserfontänen des Stokkur genannten Geysirs.

Ein Paar Minuten später erreicht man den meist besuchten Wasserfall der Insel, den Gullfoss. In zwei Kaskaden stürzt er erst 11 Meter und dann 21 Meter in die Tiefe. Dort ist man nie allein, aber es gibt genügend Aussichtspunkte.

Wir übernachten ganz in der Nähe, um am nächstenTag einen Ausflug ins Hochland zu unternehmen, wir können aber nur so weit fahren, bis der Asphalt aufhört. Dann sind nur noch Allradfahrzeuge erlaubt, allerdings ist eine Durchquerung momentan witterungsbedingt noch nicht erlaubt. Die Landschaft ist abwechslungsreich, mal eintönig grau-braun, wenn der letzte Vulkanausbruch noch nicht so lange zurück liegt. Dann taucht plötzlich ein See mit türkisfarbenem Wasser auf.

In der öden Vulkanlandschaft gibt es ein paar Stellen, da beginnt sich Vegetation zu entwickeln, mit Moosen und Flechten.

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