Die Hauptstadt ist heute unser Ziel. Wir kürzen die Route etwas ab und fahren drei Stunden mit der Fähre zur Halbinsel Snaefellsnes und von dort in gut zwei Stunden nach Reykjavik. Der Wind hat dauerhaft nachgelassen, heute hatten wir Windstärke drei und bis zu 13 Grad bei Sonne, da erscheint doch gleich alles in einem anderen Licht. Jetzt sieht man das Ergebnis des Wintereinbruchs deutlich, die Berge haben leuchtend weiße Schneekappen bekommen. In der isländischen Presse war nachzulesen, dass ein solcher später Wetterumschwung statistisch nur alle 12 Jahre passiert. Die Ringstraße war im Osten drei Tage lang komplett gesperrt, was für den Tourismus und Speditionen, die zum Beispiel frischen Fisch befördern, große Probleme bereitete. Wir hatten tatsächlich Glück, dass wir in der fraglichen Zeit Richtung Westen unterwegs waren. Wir haben ein Schweizer Paar getroffen, das einen Tag lang in ihrem Hotelzimmer festsaß.
Aber das haben wir jetzt hinter uns gelassen und erleben das Land in einem neuen Licht. Der Frühling beginnt mit Macht, die Tulpen und Löwenzahn blühen um die Wette. Aber schaut selbst.

Blick von unserem Guesthouse zum Meer.

Unser Hausberg um 23 Uhr. Sonnenuntergang ist momentan um 0:31 und Sonnenaufgang um 02:34.

Der Strand hat hier tatsächlich gelben Sand, obwohl hier ja alles vulkanischen Ursprungs ist.


Die typische Form der Berge, durch die Witterung wird das Gestein porös, die härteren Schichten bleiben zurück.

Mit der Fähre von Brjansläkur nach Stykkisholmur. Gewöhnt euch ruhig schon mal an die isländische Sprache.

Unterwegs gibt es Picknickplätze, aber nicht immer an den landschaftlich schönsten Stellen wie hier. Das Problem ist nämlich, man kann auf den Straßen nicht ohne weiteres anhalten zum Fotografieren. Die Fahrbahn liegt meist etwas höher, daher gibt es keinen Seitenstreifen, sonder rechts und links der Straße eine unbefestigte Böschung. Wenn man eine wenig befahrene Straße hat und denkt, jetzt kann man mal kurz anhalten, kommt garantiert genau dann das eine Auto und hupt.

Ein schöner Vulkankegel, da liegt der Ausbruch noch nicht so lange zurück.
