Über das Dahingleiten auf hoher See

Im späten Frühjahr über den Nordatlantik – wir hatten uns auf raue See und Stürme gefasst gemacht. Aber weit gefehlt, es war eine überaus ruhige Überfahrt, auf dem Weg zu den Färöern gab es ein paar Stunden lang niedliche Schaumkronen und leichte Dünung, aber in der Kabine ist noch nicht mal die elektrische Zahnbürste umgefallen. An Deck saßen wir stundenlang auf schönen Holzliegestühlen, und zwar so lange, dass sie am Ende etwas hart wurden. Auflagen wären schön gewesen, aber das ist reiner Luxus. Bequemer saßen wir dann an unserem Lieblingsplatz in der Panoramabar und konnten zuschauen, wie sich die Farbe des Meeres änderte, denn die Sonne verschwand wieder und das Wasser war ein hellgraues Seidentuch, das sich neben uns herschob. Ja, man kommt schnell ins Meditieren auf hoher See.

Auf den Färöern konnten wir uns an Land die Beine vertreten, auf dem Rückweg machen wir dort länger Station. Dann hatte der Kapitän noch ein Highlight für uns vorbereitet. Nachdem wir die Färöer mehr oder weniger im Nebel gesehen hatten, steuerte er unser Schiff zwischen die eng beieinander liegen Inseln hindurch, denn er hatte einen guten Draht nach oben und pünktlich zur Durchfahrt zeigte sich eine blasse Sonne. Jetzt wissen wir auch, dass wir uns auf die Färöer freuen können, schroffe Felsen, dünn besiedelte Inseln und saftig grün bewachsene Hänge.

Beschauliches Torshavn auf den Färöern

Panoramafahrt durch die Färöer Inselwelt

Am nächsten Morgen kommt Land in Sicht, man erahnt es mehr als dass man es sieht. Nebel und Regen, so begrüßt uns das Land von Feuer und Eis. Aber wir wissen ja, dass sich das Wetter schnell ändern kann, die atlantischen Winde werden schon dafür sorgen. Immerhin kommen wir mit unserem Auto trockenen Fußes von Bord.

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1 Response to Über das Dahingleiten auf hoher See

  1. Avatar von Alex Alex sagt:

    Liebe Isa, lieber Martin, ich wünsche euch eine schöne Reise und viele tolle Eindrücke und Erlebnisse. Habt viel Spaß und Freude, liebe Grüße, Alex

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