Vulkane prägen die Insel

Gerade mal 200 Jahre liegt der jüngste Vulkanausbruch zurück und es handelte sich um einen der längsten je registrierten Ausbrüche. Rund ein Viertel der Insel war danach von erkalteten Lavaströmen bedeckt und etliche Vulkanberge ragten in die Höhe. Wenn man heute über die Insel fährt, ist das Ergebnis des Vulkanismus allgegenwärtig. Schwarzes Lavagestein wird behauen und zum Hausbau verwendet. Wo der Boden urbar gemacht werden konnte, dienen niedrige Mauern aus Lavagestein als Windschutz. Die Berghänge sind noch weitgehend kahl und ändern ihre Farbe je nach Lichteinstrahlung, von schwarzgrau bis rot. Manche schimmern bereits grünlich, die ersten Flechten haben sich angesiedelt.

Um das Gebiet des Vulkanausbruchs von 1730 herum wurde ein Nationalpark angelegt. Man kann sich dort allerdings bis auf eine Ausnahme nicht selbstständig bewegen. Entweder man klettert auf ein Kamel, schließt sich einer geführten Wanderung an, die man einen Monat im Voraus buchen muss, oder man fährt eine halbe Stunde mit dem Bus. Wir entscheiden uns für Letzteres. Die Route führt nahe an den erloschenen Vulkanen entlang auf einer schmalen asphaltierten Straße. Scheinbar genau auf die Größe der Ausflugsbusse abgestimmt. Die Ausblicke waren dramatisch sehenswert, Fotos aber nur durch die spiegelnden Scheiben des Busses möglich.

Dieser Beitrag wurde unter Blogs, Lanzarote - eine Insel im Wind veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar