Da hast du die Wanderung bei Sonnenschein am Fjord entlang noch im Kopf, und dann ist es über Nacht wieder Winter geworden. Nicht sachte, so mit leise rieselt der Schnee und so, sondern gleich mit Windstärke 8 und waagerechten Schneeböen. Schnelles Umdenken ist überlebensnotwendig, alle dicken Sachen an, obendrüber den Windbreaker und Kapuze, so geht es einigermaßen. Aber wir wollten es nicht anders, und die Landschaft sieht mit dem Neuschneezucker noch beeindruckender aus. Die Straßen bleiben frei, weil der Spuk nach einer Viertelstunde wieder vorbei ist. Aber eine halbe Stunde später geht es wieder von vorne los.

Da haben wir uns erstmal die Augen gerieben, als wir aus dem Fenster geschaut haben. Wir verlassen unser Penthouse in Siglufjördur und fahren nun nach Süden entlang des Skagafjördurs. Übrigens „Fjördur“ ist isländisch und heißt Fjord.
Hier noch einige Eindrücke von unserer Fahrstrecke entlang der Nordküste Islands.




Im Museumsdorf Glaumbaer stehen Häuser aus Torfboden mit bewachsenen Dächern. So war es in Island Tradition, noch bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts.

Kleiner aber feiner Reykjafoss von der Nähe von Varmahlid.

Sage niemals Pony zu einem Islandpferd, das wird dir ein isländischer Pferdezüchter niemals verzeihen.

Unsere Hütte für heute Nacht bei Varmahlid.

Die Wetterkapriolen setzen sich fort. Leichter Schneeregen und starker Wind, die Flöckchen kommen waagerecht. “Unusual“ sagt die Vermieterin unseres schnuckeligen Holzhauses, und meint damit das Wetter in dieser Jahreszeit. Wir könnten ruhig noch eine Nacht bleiben, auf ihre Kosten, wenn sich das Wetter nichts bessert. Unser Häuschen ist mollig warm und es fehlt uns an nichts. Jetzt schauen wir uns das Drama da draußen durch die Fensterscheiben an.